Deckt dieser Schädel endlich die Wahrheit auf?

Afrika/Welt - Was für ein Krimi! Müssen wir unser Wissen, das wir in Geschichte und Biologie eingetrichtert bekamen, erneuern? "Menschen" sind nämlich erstens älter als bisher angenommen - und zweitens gab es "Kreuzungen im menschlichen Stammbaum", von denen Wissenschaftler nicht annahmen, dass es diese gibt - und die vor allem notwendig waren... Muss "unsere" Geschichte also neu geschrieben werden?

Ein Schädelfund bringt bisherige evolutionäre Annahmen ins Wanken!
Ein Schädelfund bringt bisherige evolutionäre Annahmen ins Wanken!  © ARTE

Diese fünfteilige Doku-Serie ist nicht umsonst eine der meistgeklickten in der >> ARTE-Mediathek.

Das ist spannend wie ein Krimi und gut gemacht mit unterschiedlichsten Darstellern. Wissenschaftler erklären, was wie und wann geschehen sein musste. Also noch mal ab auf die Schulbank! Fünf Teile, fünf neue Erklärungen - die wirklich Spaß machen!

Los geht's "zurück" - ganze 2,5 Millionen Jahre zu Homo Nummer 1 in Ostafrika: "Bei den Dreharbeiten haben wir festgestellt, dass der menschliche Stammbaum nicht geradlinig ist. Er sieht eher aus wie ein Busch mit chaotischem Astwerk und verschlungenen Wurzeln. Wir sind das Kreuzungsergebnis mehrerer Arten, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufweisen“, erklärt Tim Lambert von Wall to Wall Media, der diese präzise Reihe produziert hat.

Viel Beweismaterial ist zwar verschwunden, aber klar ist dennoch, die ersten "Afrikaner" haben den Kontinent noch viel früher verlassen als bisher angenommen. Und das war gut so...

Gar nicht trocken - Wissenschaft spannend auf den Punkt gebracht in der neuen ARTE-Reihe

Grabungen auf der ganzen Welt bringen immer neue Erkenntnisse zutage.
Grabungen auf der ganzen Welt bringen immer neue Erkenntnisse zutage.  © ARTE

Teil 1 "Einer von uns: der Homo sapiens" erzählt, wie sich der Mensch entwickelte und auf der ganzen Erde ausbreitete.: Ostafrika galt lange als die Wiege der Menschheit - hier fand man 1967 die Überreste des Homo sapiens - von drei prähistorischen Menschen. Neue Studien legen jedoch nahe, dass der moderne Mensch in mehreren afrikanischen Gegenden gleichzeitig auftrat.

Teil 2 "Asien: Die große Reise" - Wissenschaftler fanden Teile eines menschlichen Schädels, der "Frau von Tam Pa Ling". Mit 63.000 Jahren war dies das älteste Fossil in Ost- oder Südostasien, und es datierte zusätzlich das Auftauchen des modernen Menschen in diesem Teil der Welt um wenigstens 20.000 Jahre zurück. Diesem Fund zufolge migrierte der Homo sapiens also früher, als man bisher annahm!

Teil 3 "Australien: Ein Volk am Ende der Welt" Die DNA der australischen Ureinwohner gehört zu den ältesten der Welt! Als die ersten Menschen nach Australien kamen, waren sie allein, vom Rest der Welt total abgeschnitten und umgeben von fremden Pflanzen und Tieren. Wie konnten sie überleben und einen ganzen Kontinent bevölkern? Um eine Antwort auf diese Fragen zu finden, vergleichen australische und europäische Forscher die DNA 40.000 Jahre alter menschlicher Überreste aus dem Mittelpaläolithikum mit den Erbinformationen der Aborigines, die noch heute in Australien ansässig sind...

Neuste Methoden der Datierungsmöglichkeiten brachten Wissenschaftler dazu, die menschliche Entwicklung neu zu bestimmen.
Neuste Methoden der Datierungsmöglichkeiten brachten Wissenschaftler dazu, die menschliche Entwicklung neu zu bestimmen.  © ARTE

Teil 4 "Europa: Homo sapiens et neanderthalensis" führt uns in unsere Nähe! Denn lange Zeit galt der Neandertaler als dümmlich und man nahm an, der kognitiv überlegene Homo sapiens habe ihn ausgerottet. Doch was, wenn diese Vermutung falsch war und die beiden eng verwandten Spezies sich stattdessen paarten? "Einer von uns: Der Homo sapiens" geht dieser Frage auf den Grund. 2010 gelang es dem Team um Svante Pääbo am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie erstmals, den genetischen Code eines Neandertalers teilweise zu entschlüsseln.

Teil 5 "Nord- und Südamerika: Sibirische Wanderer" - Wer betrat als Erster amerikanischen Boden? Doch, auf welchem Weg kam der Homo sapiens nach Amerika? Lange galt es als erwiesen, dass die ersten Menschen während der letzten Eiszeit von Sibirien auf dem Fußweg, das heißt über eine breite Landbrücke, wo heute die Beringstraße ist, nach Amerika einwanderten. Neueste Forschungsergebnisse legen jedoch nahe, dass der Mensch viel früher – etwa um 16.000 vor Christus – in die Neue Welt aufbrach, und zwar nicht auf dem Land-, sondern auf dem Seeweg.

Zu sehen gibt's den "Menschen-Krimi" ab 7. Mai um 9.25 Uhr bei ARTE (1. Teil), 7. Mai um 10.20 Uhr (2. Teil), 11.15 (3. Teil), am 8. Mai den 3. Teil um 9.30 Uhr und den letzten Teil ebenfalls am 8. Mai um 10.25 Uhr- oder rund um die Uhr in der ARTE-Mediathek. Lohnt sich, versprochen!

Titelfoto: ARTE

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