Deutscher Auswanderer tötet Ehefrau: Gummiboot-Leiche vor Traumkulisse versenkt

Forsand (Norwegen) - Unberührte Natur und gigantische Steilklippen, durchzogen von traumhaften Fjorden: Norwegen ist für viele ein Sehnsuchtsort. Genau hier ereignet sich ein Kriminalfall unter deutschen Auswanderern, dessen Puzzle sich auch mit viel Glück zusammensetzt.

Hier wird die Leiche der Frau aus dem Fjord auf ein Boot geholt.  © Kabel Eins/NTB-The Norwegian News Agency

Agnes und Thomas M. sind zum Zeitpunkt des Tötungsdelikts 2014 Mitte 30, leben seit drei Jahren mit ihren beiden Kindern in Forsand am Lysefjord.

Eines Tages bringt der Hamburger seine Frau zum Fähranleger in Oanes, da sie sich angeblich mit Freundinnen in Sandnes treffen will, was nur per Boot erreichbar ist. So erzählt er es den Ermittlern zumindest. Die Frisörin sei aber nicht zurückgekehrt. Drei Tage später meldet er die 36-Jährige als vermisst.

Für die Polizei ist zunächst völlig unklar, was passiert sein könnte. Hatte Agnes einen Unfall? Hat sie das Land per Flugzeug verlassen? Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen?

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Thomas M. wirkt durchweg kooperativ, lässt das gemeinsame Haus auch ohne Durchsuchungsbeschluss auf den Kopf stellen. Und wird plötzlich doch zum Hauptverdächtigen.

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Mord unter Palmen (Kabel Eins): Leiche in 70 Metern Tiefe gefunden

Traumhafte Naturschönheit: der Lysefjord in Norwegen. Hier wurde Agnes' (l.) Leiche versenkt.  © Bildmontage: Polizei ; IMAGO/Zoonar

Aus dem Bekanntenkreis der Familie erfahren die Ermittler, dass die Ehe kriselte, Agnes sich möglicherweise gar trennen und Norwegen wieder verlassen wollte, da sie sich nie wohlgefühlt habe.

Der damals 34-Jährige macht keinen Hehl aus den Streitigkeiten. Doch welche Suchbegriffe auf seinem Rechner gefunden werden, treiben ihn in die Enge - darunter "Leichen versenken", "Tauchen im Lyseford" oder "Wie schnell kann eine Person erwürgt werden".

Spätestens jetzt ist klar: Es muss nach der toten, nicht nach der lebendigen Agnes gesucht werden.

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Bei Dørvika wird die Polizei fündig. 150 Meter entfernt vom Ufer, wird in 70 Metern Tiefe, die an einem kaputten Gummiboot befestigte und eingepackte Leiche der 36-Jährigen entdeckt.

Mord unter Palmen: Ehemann hat Frau vergewaltigt, getötet und im Fjord versenkt

Die Familie lebte in einem der Häuser in Forsand.  © imago/imagebroker

Ihr Mann gibt daraufhin zu, seine angeblich depressive Frau getötet zu haben - weil es ihr Wunsch gewesen sei. Dafür gibt es allerdings keinerlei Anhaltspunkte. Zudem wurde Agnes vor ihrem Tod vergewaltigt, was ebenfalls gegen diese Theorie spricht.

Thomas M. wird Ende 2014 in Stavanger zu 21 Jahren Haft wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilt. Er wollte vermutlich verhindern, dass seine Frau ihn verlässt.

Alle bisher im TV ausgestrahlten Folgen "Mord unter Palmen" seht Ihr auf Abruf bei Joyn. Neue Fälle werden freitags, ab 20.15 Uhr, bei Kabel Eins gezeigt.

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