Gründer zu unsympathisch? Schlechte Laune beim "Höhle der Löwen"-Jubiläum, Deal platzt!

Köln – Ihr großes Jubiläum hatten sich die Raubkatzen sicherlich anders vorgestellt! In der 100. Ausgabe und gleichzeitig dem Staffelfinale von "Die Höhle der Löwen" sorgte ein Gründer-Trio für dicke Luft, auch unter den Investoren. Trotzdem kam es zum Deal - der inzwischen aber schon wieder geplatzt ist!

Die Gründer Philip Weyer (31, l.), Katia Filippenko (34) und Christoph Trimborn (31) stellen ihr Unternehmen "Saatgutkonfetti" vor.
Die Gründer Philip Weyer (31, l.), Katia Filippenko (34) und Christoph Trimborn (31) stellen ihr Unternehmen "Saatgutkonfetti" vor.  © RTL / Bernd-Michael Maurer

Wohl selten hat eine Präsentation in der VOX-Gründershow für so umfangreiche Diskussionen gesorgt wie der Auftritt von Christoph Trimborn (31), Katia Filippenko (34) und Philip Weyer (31).

Die drei stammen aus Kassel und haben zum Abschluss der zehnten Staffel ihr Unternehmen "Saatgutkonfetti" vorgestellt. Eigentlich hätte ihr Produkt perfekt zur Jubiläums-Partystimmung beitragen können, doch dann wurde es ungemütlich.

So haben die Gründer eine ökologische Alternative zu dem herkömmlichen Konfetti erfunden, die aus bunten, biologischen, veganen, TÜV-geprüften und kompostierbaren Deko-Schnipseln besteht. Der Clou: Das Konfetti enthält Planzensamen, aus denen nach der farbenfrohen Feierei im Freien Blumen wachsen können.

Bauer sucht Frau: Bauer sucht Frau: Wiedersehen mit Matze und Eyleen - "Was ist das für ein undankbares Arschloch?"
Bauer sucht Frau Bauer sucht Frau: Wiedersehen mit Matze und Eyleen - "Was ist das für ein undankbares Arschloch?"

"Das wiederum bedeutet, dass man Heimat und Nahrung für Insekten und andere kleine Tiere schafft und somit einen kleinen Beitrag zum Erhalt der heimischen Biodiversität leistet", pries Miterfinder Christoph die Erfindung an und gab sich auch auf die skeptischen Nachfragen der Löwen hin selbstbewusst.

Die Gründer verlangten 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. So richtig konnten sie mit ihrem Vorschlag nur bei einem Investor landen, der sich trotz hartnäckiger Kritik gegen die Bedenken seiner Mitstreiter durchsetzte.

Carsten Maschmeyer verärgert über Gründer: "Wir würden uns nicht verstehen"

Ralf Dümmel (54) wagt einen Probewurf mit dem "Saatgutkonfetti".
Ralf Dümmel (54) wagt einen Probewurf mit dem "Saatgutkonfetti".  © RTL / Bernd-Michael Maurer

Vor allem Carsten Maschmeyer (62) kam mit dem Gründer-Trio auf keinen grünen Zweig. "Ich kann doch nicht auf einem gepflegten Rasen eine Unkrautmischung verteilen", bemängelte der Unternehmer das Produkt. Philip widersprach: "Saatgut kann auch eine Form von Protest sein."

Für Maschmeyer war die Sache danach schnell klar: "Wir würden uns nicht verstehen." Es würde menschlich nicht zusammenpassen. Georg Kofler (64) stieg ebenfalls aus, schützte jedoch einen anderen Grund vor: "Ihr seid mir wirtschaftlich zu wenig sattelfest."

Einzig Koflers Neu-Geschäftspartner Ralf Dümmel (54) blieb übrig, wollte statt den gebotenen zehn Prozent aber 20 Prozent der Firmenanteile für seine 200.000 Euro.

Die Geissens: Robert Geiss auf dem Ocean Drive in Miami: Große Enttäuschung für den Auto-Freak!
Die Geissens Robert Geiss auf dem Ocean Drive in Miami: Große Enttäuschung für den Auto-Freak!

Die Gründer ließen sich Zeit bei ihrer Beratung, die Ungeduld hing spürbar in der Luft, die gute Laune war schon längst in den Keller gesunken. Noch schlimmer wurde es, als die Investoren das Gegenangebot hörten: Nur auf zwölf Prozent erhöhten die Gründer. Dümmel versuchte es mit verdrossener Miene und einem Kompromiss von 15 Prozent.

"Ich würde die jetzt nicht mehr wollen", wetterte Maschmeyer. "Die denken zu lange nach." Und auch Kofler versuchte, bei Kollege Dümmel zu intervenieren: "Mach es nicht!"

DHDL-Investor Ralf Dümmel bei Instagram über "Saatgutkonfetti": "Deal ist nicht zustande gekommen"

Nach DHDL-Deal: Doch keine Zusammenarbeit zwischen Ralf Dümmel und "Saatgutkonfetti"

Carsten Maschmeyer (62) beäugt das "Saatgutkonfetti" skeptisch.
Carsten Maschmeyer (62) beäugt das "Saatgutkonfetti" skeptisch.  © RTL / Bernd-Michael Maurer

Letztendlich blieb der 54-jährige Geschäftsmann aber stur und einigte sich auf eine Notlösung: Dümmel erhält zunächst zehn Prozent an "Saatgutkonfetti". Weitere fünf Prozent sollen in einem Jahr und unter der Bedingung hinzukommen, dass der Unternehmer den Gründern eine Präsenz in 10.000 Filialen ermöglicht.

"Schwere Geburt. Ich war in der Zwischenzeit ein bisschen traurig", resümierte Dümmel, offenbar bereits mit einer Vorahnung. Denn nun ist klar: Der Deal ist nach den DHDL-Dreharbeiten geplatzt!

Wie Promiflash von den Gründern erfuhr, hätte man sich nach der Aufzeichnung "sofort zusammengesetzt und mit Ralf und seinem Team ausgetauscht - da haben wir schnell gemerkt, dass wir eine unterschiedliche Vorstellung der strategischen Ausrichtung haben."

Man befinde sich jedoch weiterhin im Austausch, der "immer auf Augenhöhe und sehr respektvoll" verlaufen sei.

Dümmel bestätigte bei Instagram, dass der Deal nicht zustande gekommen ist. Final festlegen wollte sich der Löwe aber nicht: "Nach der Ausstrahlung werden wir uns dann noch einmal zusammensetzen und darüber sprechen, ob es eine gemeinsame Zukunft als Start-up und Investor gibt."

Wer die 100. Folge von "Die Höhle der Löwen" am gestrigen Montag verpasst hat, kann sie im Stream bei TVNOW nachschauen.

Titelfoto: Montage: RTL / Bernd-Michael Maurer

Mehr zum Thema Die Höhle der Löwen: