Zwei Jahre nach Lagerfelds Tod: Werden nun seine Lügen aufgedeckt?

Hamburg/Paris - Es ist zwei Jahre her, dass der extravagante Mode-Schöpfer verstarb. Nun wird dem großen Lagerfeld ein neues filmisches Denkmal gesetzt.

Die Dreharbeiten zum neuen "Lagerfeld-Bio-Pic" sind für 2022 vorgesehen.
Die Dreharbeiten zum neuen "Lagerfeld-Bio-Pic" sind für 2022 vorgesehen.  © Ralf Gemmecke PROGRAM_PRESSE/ZDF

Vom "Glücksklee"-Dosenmilch-Spross in die (Mode-)Welt! Am 19. Februar 2019 verstarb Karl Lagerfeld (†85). ARTE zeigte jüngst eine Doku ihm zu Ehren, darin wurden unzählige Stationen, die kaum einer kennt, aufgezeigt. Nachbarn und Schulkameraden kamen zu Wort, genauso wie Promis, die seinen famosen Lebensweg säumten.

Schon in dieser Doku wurde seine Jugendzeit kurz umrissen, angesprochen wurde ebenso, dass sein Vater als Inhaber der "Glücksklee"-Dosenmilch-Firma zumindest Kontakt zu Nazis hatte und in der NSDAP war (TAG24 berichtete).

Jetzt macht sich NetworkMovie, die Movie Film- und Fernsehproduktion aus Hamburg, an den "Großen Lagerfeld" heran - entstehen soll ein mehrteiliges Doku-Pic, in dem seine jungen Jahre fokussiert werden: "über das bisher unbekannte Leben der Familie Lagerfeld mit dem jungen Karl" im Mittelpunkt auf Grundlage eines Romans von Heike Koschyk, der 2022 bei der Penguin Verlagsgruppe Random House GmbH erscheinen wird.

Da geht es dann ausführlich um "die verborgene Geschichte der Hamburger Unternehmerfamilie", so die Produktionsfirma. "NetworkMovie", eine Tochter der ZDF Enterprises, produziert unter anderem "Nord Nord Mord", "Unter anderen Umständen" oder "Katie Fforde".

Lagerfeld hat oft "geflunkert"

Mit diesem Filmprojekt solle die Tür zu Lagerfelds bislang verborgener Welt geöffnet werden und das Familiengeheimnis der Lagerfelds entschlüsselt werden.
Mit diesem Filmprojekt solle die Tür zu Lagerfelds bislang verborgener Welt geöffnet werden und das Familiengeheimnis der Lagerfelds entschlüsselt werden.  © ARTE

Das Bio-Pic soll den jungen Karl beleuchten, wie er sich mit 18 Jahren von seiner Familie löste, nach Paris ging, seine erste Auszeichnung gewann und dort fortan seine große Karriere begann.

Demnach sollen bisher unveröffentlichte Quellen die Grundlage der literarischen Vorlage bilden. Drehbuchautor Christian Schnalke (55) hat es mit Historie - "Die Patriarchin", "Krupp - Eine deutsche Familie", "Katharina Luther" verantwortete er unter anderem bisher.

Laut der Produzentin von Network Movie, Jutta Lieck-Klenke (69), sei nach dem Tod des weltbekannten Mode-Zars das Interesse der Öffentlichkeit ungebrochen.

"Wie war der junge Karl, wieso brach er seine familiären Bande ab und welche Wendepunkte machten ihn zu einem der größten internationalen Modedesigner? Mit diesem Filmprojekt möchten wir die Tür zu seiner bislang verborgenen Welt öffnen und das Familiengeheimnis der Lagerfelds entschlüsseln."

Lagerfeld selbst hielt sich mit privaten Auskünften gern zurück, er antwortete oft ausweichend oder erzählte Geschichten, "die nicht immer der Wahrheit entsprachen". Einzelne Puzzleteile ergaben bisher nur ein unvollständiges Bild - das soll sich nun ändern.

Titelfoto: Ralf Gemmecke PROGRAM_PRESSE

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