"Jammerossis, Russlandversteher, Ostfrauen": Ossis im Mittelpunkt

Dresden/Leipzig - DDR im Blut? Treuhand, Ostdeutsche, Russlandversteher, Jammerossis, Besserwessis, Osturlaub, Abwanderung und Ostfrauen – das sind Rubriken, die man auf der Webseite "Die DNA des Ostens" findet dem neuen Projekt des MDR, das nun online ist.

Gibt's eine "Ossi-DNA"? Ein neues Angebot vom MDR geht der Sache auf den Grund.
Gibt's eine "Ossi-DNA"? Ein neues Angebot vom MDR geht der Sache auf den Grund.  © MDR/Diednadesostens.de

"Ein Kessel Buntes", Sozialismus, Trabis, Waldsterben, Chemie, graue Welten, Zwangspolitik? Was hat die DDR ausgemacht – und wie wirkt sich ein einstiges DDR-Leben noch auf das Heute aus?

"Wie ähnlich sind sich die Erfahrungen der Ostdeutschen? Hat sich daraus eine eigene 'DNA des Ostens' geformt?", möchte der MDR wissen.

Was die Menschen bis heute geprägt hat, will der Mitteldeutsche Rundfunk mit einer interaktiven Website aufzeigen.

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Außerdem gibt es eine 90-minütige TV-Dokumentation und ein zehnteiliges Doku-Angebot in der ARD-Mediathek. Das Ganze gibt's einen Tag nach der Bundestagswahl – ab 27. September online sowie in der ARD-Mediathek.

"Ob man genauso tickt wie Ostdeutsche der gleichen Generation", das soll sich dann "mit einem Klick" auf der MDR-Website "Diednadesostens.de" herausfinden lassen.

Interaktiv geht's zur Sache, wenn Du dort Dein Geburtsjahr anwählst – hier kannst Du Dich auf die Suche nach den eigenen Prägungen und denen Deiner Generation machen. Du kannst schauen, welche gesellschaftlichen Ereignisse und Veränderungen vielleicht Einfluss auf die eigene Entwicklung hatten.

Der Osten – von Krippenbetreuung bis zur Treuhandabwicklung

Am Freitag (01.Oktober) um 20.15 Uhr und schon ab 25.September in der Mediathek: Eine Generation, die im vereinten Deutschland aufgewachsen ist, sucht ihre Identität – zwischen Ost und West. „Wer wir sind - Die DNA des Ostens“.
Am Freitag (01.Oktober) um 20.15 Uhr und schon ab 25.September in der Mediathek: Eine Generation, die im vereinten Deutschland aufgewachsen ist, sucht ihre Identität – zwischen Ost und West. „Wer wir sind - Die DNA des Ostens“.  © MDR/HA Kommunikation

Die zwischen 1950 und 2000 geborenen Ostdeutschen werden insgesamt in neun Generationen unterschieden und ihre "wohl prägendsten Erfahrungen" analysiert. Dabei fallen Stichpunkte wie Krippenbetreuung bis hin zur Treuhandabwicklung, vom Mauerbau bis zur Corona-Pandemie, vom Start Juri Gagarins bis zu den "Fridays for Future"-Demonstrationen.

Gibt es "eine biografische Schnittmenge" (die "DNA"), die eigene Perspektiven bis heute maßgeblich formt?

"Für dieses interaktive Webangebot wurden über ein Jahr lang mehr als 100 soziologische Studien, Publikationen und statistische Erhebungen analysiert", so der MDR.

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Ein Sozialwissenschaftler hat das Projekt vom ersten Konzept bis zur Publikation beratend begleitet. Entstanden ist nun ein Portal, das als Ausgangspunkt für Verständigung und Dialog dient, was die verschiedenen Generationen und Regionen bis heute prägt.

Wie hat sich das (DDR-)Leben seit 1989 – dem Jahr des Mauerfalls – verändert? Hat sich eine DDR-"DNA" entwickelt? Die Doku "Wer wir sind – Die DNA des Ostens" versucht, die Antwort darauf zu finden.
Wie hat sich das (DDR-)Leben seit 1989 – dem Jahr des Mauerfalls – verändert? Hat sich eine DDR-"DNA" entwickelt? Die Doku "Wer wir sind – Die DNA des Ostens" versucht, die Antwort darauf zu finden.  © MDR/HA Kommunikation

Die TV-Dokumentation "Wer wir sind – Die DNA des Ostens" von Lutz Pehnert (>> hier geht's zum Trailer) konzentriert sich auf die Generation der Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre Geborenen. Sie sind eine neue "Generation Ostdeutscher", die die DDR nur aus Kinderzeiten oder aus Schulbüchern kennen und für die Meinungs- und Reisefreiheit heute selbstverständlich sind.

"Die DDR ist wie ein großer Schatten. Ich habe sie nie erlebt, aber alles, was daraus folgt", bringt es eine Protagonistin der Doku auf (ihren) Punkt. Zu sehen ist die 90-minütige Dokumentation vorab in der ARD-Mediathek und am 1. Oktober um 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen.

Titelfoto: MDR/HA Kommunikation

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