"Die Welt steht still": Erster Film über die Corona-Krise im ZDF

Konstanz/Mainz/Stuttgart - Während in vielen TV-Produktionen Corona möglichst versteckt wird, kaum Menschen mit Masken zu sehen sind (abgesehen bespielsweise vom jüngsten Dortmund-"Tatort"), um "zeitlos" zu wirken, hält das ZDF jetzt drauf - mitten rein ins Virus-Geschehen.

Regisseur Anno Saul (57), Natalia Wörner (53), Drehbuchautorin Dorothee Schön (59) - hier bei Dreharbeiten zum ZDF-Fernsehfilm der Woche "Die Welt steht still".
Regisseur Anno Saul (57), Natalia Wörner (53), Drehbuchautorin Dorothee Schön (59) - hier bei Dreharbeiten zum ZDF-Fernsehfilm der Woche "Die Welt steht still".  © ZDF/Patrick Pfeiffer

Es entsteht ein Film über die Auswirkungen des Virus-Geschehens auf Intensivmediziner. Dieser Film erzählt einen fiktiven Stoff der preisgekrönten Autorin Dorothee Schön (59).

Seit Ende Februar laufen in Konstanz und Umgebung die Dreharbeiten für jenes ZDF-Drama mit dem Titel "Die Welt steht still".

In diesem erkrankt eine Oberärztin bereits zu Beginn der Corona-Krise selbst an Covid-19.

Der Film sei nah dran am Krankenhausgeschehen, denn Dorothee Schön hat für den Film intensiv beim Klinikpersonal recherchiert, ihre eigene Tochter ist Intensivmedizinerin.

Neben Natalia Wörner (53) in der Hauptrolle spielen Marcus Mittermeier (51), Jona Eisenblätter (12), Lilly Barshy (19), Nikolai Kinski (44), Atheer Adel (35) und andere mit. Inszeniert wird der Film von Anno Saul (57, "München Mord", "Charité").

Natalia Wörner ist tief berührt von der harten Arbeit der Pflegekräfte

Schauspielerin Natalia Wörner (53) geht mit dem Gefühl in die Dreharbeiten, "diesen Film den Menschen widmen zu wollen, die in pflegerischen Berufen arbeiten".
Schauspielerin Natalia Wörner (53) geht mit dem Gefühl in die Dreharbeiten, "diesen Film den Menschen widmen zu wollen, die in pflegerischen Berufen arbeiten".  © Georg Wendt/dpa

Die in Stuttgart geborene Wörner sagt: "Ich habe großen Respekt vor diesem Film, seiner Aktualität und seinen lebensnahen und berührenden Figuren. Ich gehe in die Dreharbeiten mit dem Gefühl, diesen Film den Menschen widmen zu wollen, die in pflegerischen Berufen arbeiten, allen Ärzt*innen und denen, die sich tagtäglich mit dem Virus auseinandersetzen."

Wörner ist bekannt für intensive Darstellungen besonders durch ihr ZDF-Reihe "Unter anderen Umständen".

Darum wird es im Film gehen: Die Bilder aus Bergamo gingen um die Welt - seither steht das Leben der Konstanzer Intensivmedizinerin Dr. Caroline Mellau (Wörner) Kopf. Als Mitglied des Klinikkrisenstabs ist sie ab sofort rund um die Uhr im Einsatz.

Es fehlt an Schutzkleidung und Beatmungsgeräten, Personal muss geschult werden, neue Intensivbetten werden eingerichtet.

Dreharbeiten zum Corona-Film dauern noch etwas an

Aber nicht nur im Krankenhaus stapeln sich die Probleme: Auch in Carolines Familie geht's drunter und drüber.

Ihr Mann Stefan (Mittermeier) sitzt von einem Tag auf den anderen ohne Einkommen zu Hause. Tochter Luzy (Barshy) und Sohn Tim (Eisenblätter) können nicht in die Schule gehen. All die Probleme, mit denen sich seit einem Jahr viele von uns konfrontiert sehen.

Die Hamburger Produktion Network Movie Film- und Fernsehproduktion, Jutta Lieck-Klenke, produziert den Film für den ZDF-Primetime-Sendeplatz "Fernsehfilm der Woche". Jüngst gab die TV-Firma bekannt, auch eine Serie über Karl Lagerfelds Jugend in Arbeit zu haben (TAG24 berichtete).

Die Dreharbeiten zum Corona-Film dauern voraussichtlich bis 26. März 2021, ein Sendetermin steht noch nicht fest.

TV-Tipp: "Unter anderen Umständen – Für immer und ewig" mit Natalia Wörner läuft am Montag, 1. März, um 20.15 Uhr im Zweiten.

Titelfoto: ZDF/Patrick Pfeiffer

Mehr zum Thema TV & Shows:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0