"Schuss in der Nacht": Lübcke-Mord wird zum TV-Drama

Frankfurt am Main - Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke steht derzeit in Frankfurt vor dem Oberlandesgericht.

Die Fotomontage zeigt den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (r.) und seinen mutmaßlichen Mörder, Stephan Ernst.
Die Fotomontage zeigt den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (r.) und seinen mutmaßlichen Mörder, Stephan Ernst.  © Montage: Boris Roessler/dpa-Pool/dpa, DPA/Chris Melzer

Das Erste zeigt demnächst ein Dokudrama über den Fall. Unter dem Titel "Schuss in der Nacht – Die Ermordung Walter Lübckes" strahlt der Sender am 4. Dezember um 22.15 Uhr die Koproduktion unter Federführung des Hessischen Rundfunks (HR) aus.

Nach Angaben des HR verbindet 90-minütige Film szenische Elemente mit dokumentarischem Material und rekonstruiert dabei auch die Bürgerversammlung im hessischen Lohfelden, auf der Walter Lübcke klar und kompromisslos für die Werte der Demokratie eintrat.

Noch am selben Abend wurde er – zunächst im Netz – zum Feindbild der rechten Szene. Auch Lübckes mutmaßlicher Mörder hatte die Veranstaltung besucht und war dort nach eigenen Angaben erstmals auf den Politiker aufmerksam geworden.

Der Film basiere auf intensiven Recherchen und Gesprächen mit Beteiligten vor Ort, sagte ein Sprecher. Vor allem stütze sich das Drehbuch auf die Protokolle des ersten Geständnisses des mutmaßlichen Mörders Stephan Ernst, das dieser später widerrief. In seinen Vernehmungen und seiner Einlassung vor Gericht machte Ernst unterschiedliche Angaben zum Tatverlauf.

Die Regie für "Schuss in der Nacht" führte Raymond Ley ("Meine Tochter Anne Frank"), der zusammen mit seiner Frau Hanna auch das Drehbuch schrieb.

Titelfoto: Montage: Boris Roessler/dpa-Pool/dpa, DPA/Chris Melzer

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