ZDF reagiert nach Kritik an vielen Wiederholungen im TV

Von Björn Strauss

Mainz/ZDF - Na klar, jeder kennt die vielen Märchen, die an Weihnachten im Fernsehen laufen. Aber auch andere "Familien-Filme" flimmern alljährlich um die Weihnachtszeit über den Äther. Das stößt offenbar einigen auf. Nun hat das ZDF entsprechend reagiert und erklärt, warum sich der Sendeplan Jahr für Jahr zumindest sehr deutlich ähnelt.

Der Klassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" ist 57 Mal im Programm.
Der Klassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" ist 57 Mal im Programm.  © WDR/DPA/ARD

Maria W. hat sich auf Facebook beschwert, wofür die ("GEZ"-)Gebühren denn eigentlich da seien. "Wiederholungen rund um die Uhr", schrieb sie. Am "lächerlichsten" sei es an Weihnachten. Sie wisse jedes Jahr ganz genau, was gesendet werde ...

In der Tat, zum Beispiel sucht ganze 57 Mal auf allen öffentlichen Sendern das "Aschenbrödel" ihren Schuh und damit den Prinzen (TAG24 berichtete).

Übrigens, "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" gibt es nun auch mit Gebärdensprache!

Das ZDF erklärt Folgendes:

"Hallo Maria, sorry, aber das stimmt so nicht ganz. Ja, gibt es einige Formate, die alle Jahre wieder im Feiertagsprogramm auftauchen - eine neue "Traumschiff"-Folge etwa (TAG24 berichtete)."

Zusätzlich gebe es "Klassiker wie Astrid Lindgrens 'Michel aus Lönneberga'", die für viele an Heiligabend nicht fehlen dürfen. "Denn an Weihnachten spielen Rituale und Nostalgie eine große Rolle – dazu gehört das gemeinsame Fernseherlebnis mit alten Klassikern, die alle kennen."

Sender verweist auf volle Mediathek

Der Rundfunkbeitrag könnte ab nächstem Jahr um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen.
Der Rundfunkbeitrag könnte ab nächstem Jahr um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen.  © Soeren Stache/dpa

Außerdem habe der Sender "in der Weihnachtszeit auch viel Neues im Angebot".

Das ZDF verweist in diesem Zusammenhang auf die Komödien "Alle Nadeln an der Tanne" und "Familie Bundschuh im Weihnachtschaos", das Herzkino "Schneewittchen am See", den Kinder-Animationsfilm "Die Schnecke und der Buckelwal" oder den Märchenfilm "Die Hexenprinzessin".

Und schließlich ist die ZDFmediathek voll für diejenigen, die nichts im linearen Programm finden würden - hier könne man auch "stöbern". "Dort gibt's ein großes Angebot in allen Genres."

Krimis, Dokus, Herz-Schmerz - die Online-Angebote sind beispielsweise auch durch die ARTE/ARD-Aktion "online first" gut gefüllt.

Die Reaktionen auf die Aussage des ZDF sind gemischt, halten sich die Waage. Viele loben die Angebote der Öffentlichen, einigen sind die 17,50 Euro Beitragsleistung zu viel. Wie immer gilt auch hier die Weisheit: "Jedem recht getan ist eine Kunst, die niemand kann ..."

Titelfoto: WDR/DPA/ARD/ZDF

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