"Morden im Norden": Ermittler-Duo hat besonderes Erfolgsgeheimnis

Hamburg – Sie sehen sich während der Dreharbeiten öfter als ihre eigenen Familien. Seit fast zehn Jahren spielen Ingo Naujoks (58) und Sven Martinek (56) als Duo in der ARD-Vorabendserie "Morden im Norden". Damit das gut geht, haben sie ihre Tricks.

Die Schauspieler Sven Martinek (l.) und Ingo Naujoks haben auch nach fast zehn Jahren noch Spaß am Set.
Die Schauspieler Sven Martinek (l.) und Ingo Naujoks haben auch nach fast zehn Jahren noch Spaß am Set.  © picture alliance / Georg Wendt/dpa

"Ich weiß gar nicht, ob man das sonst so lange aushalten würde, wenn man sich nur bekriegen oder sich nicht verstehen würde. Das ist ganz wichtig, dass wir da eine gute Chemie haben", sagte Martinek der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Ein Trick dafür sei eine "gewisse soziale Hygiene", ergänzte Naujoks. "Wir müssen jetzt nicht jeden Abend miteinander verbringen, zusammen Netflix gucken oder auf die gleiche Party gehen. Wir lassen dem anderen einfach sein Ding und dann funktioniert das einfach am Besten."

Während der etwa halbjährigen Dreharbeiten zu "Morden im Norden" in Hamburg, Lübeck und Umgebung sehen sich die Männer öfter als ihre eigenen Familien. In diesem Jahr haben sie viel auf Heimreisen nach Berlin verzichtet, um sich, die Produktion und auch die eigenen Familien zu schützen.

Beide haben über die Jahre gelernt, offen miteinander zu reden und sich auch mal gegenseitig kritisieren zu können. "Wir sind eben nur zweit richtig gut in diesem Format. Wir sind tatsächlich "Partners in Crime" im positiven Sinne", so Martinek.

"Wir sind keine Rampensäue"

Die 100. Episode der Krimiserie wurde am 14. Dezember ausgestrahlt.
Die 100. Episode der Krimiserie wurde am 14. Dezember ausgestrahlt.  © Georges Pauly/ARD/dpa

Es liege zudem auch in der Verantwortung der beiden Hauptdarsteller, dass sich alle am Set wohlfühlen. "Da muss man schon zusehen, dass man auch die Motivation und die Lust ans Set mitbringt, damit alle gern zur Arbeit kommen und einfach eine feine Zeit miteinander verbringen", so Naujoks.

Es sei auch hilfreich, dass beide eine gesunde Einstellung zu ihrem Beruf haben und nicht eitel sind, so Martinek. "Wir sind keine Rampensäue und haben größeren keine besonderen Befindlichkeiten. Uns geht es nicht um die eigenen Eitelkeiten, wir stehen beiden Beinen fest auf dem Boden, fühlen uns als Team und fühlen uns auch für das Team verantwortlich. Wenn wir schlechte Laune haben und herumdiskutieren, dann färbt das auf das ganze Team ab."

Im Dezember hatte das Erste die 100. Folge von "Morden im Norden" ausgestrahlt.

Titelfoto: picture alliance / Georg Wendt/dpa

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