"In aller Freundschaft": Sachsenklinik sucht behinderten Arzt

Leipzig - Ärzte mit Behinderungen sieht man im deutschen Fernsehen selten bzw. gar nicht. Das möchten die Verantwortlichen der ARD-Serie nun ändern.

Dr. Heilmann, Dr. Globisch und Dr. Stein (v.l.) suchen neue Kollegen. (Symbolbild)
Dr. Heilmann, Dr. Globisch und Dr. Stein (v.l.) suchen neue Kollegen. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

Wie das Medienmagazin DWDL berichtete, werde es künftig eine neue Hauptrolle in Deutschlands erfolgreichster Krankenhausserie geben.

Aus diesem Grund werden seit einiger Zeit Schauspieler und Schauspielerinnen mit Handicap jeder Art für eine neue Hauptfigur gesucht.

Patienten mit einer Behinderung sind in der Serie keine Seltenheit. Das Ziel für die Zukunft sei es aber, in der Serie ein "selbstverständliches Miteinander" zu zeigen, so MDR-Fiction-Chefin Jana Brandt gegenüber dem Magazin.

Laut des MitteldeutschernRundfunks seien nach einem Aufruf mehr als 70 Video-Bewerbungen eingegangen. Bald sollen auch Castings im Studio stattfinden.

Geplant sei, dass schon in den nächsten Staffeln der Serie und des Ablegers "In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte", die ab September gedreht werden, Arztrollen im Hauptcast zu sehen sein werden, die sowohl in den Serien als auch im echten Leben mit einer Behinderung leben.

Jana Brandt zu DWDL: "Diversität vor und hinter der Kamera ist ein Anliegen, das mich zutiefst umtreibt und das wir in unseren fiktionalen Formaten seit vielen Jahren pflegen."

Am 23. Juni wird bereits die 900. Folge der beliebten Serie ausgestrahlt. Sowohl ihre als auch die Quoten des Ablegers sind beachtlich. Daher wurde die Serie vor Kurzem um drei weitere Staffeln mit insgesamt 126 Folgen verlängert.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

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