Kritik am ZDF: "Woher kommen eigentlich diese Wahlprognosen"?

Mainz - Und wieder hagelt es Kritik am ZDF. Der Sender macht diese regelmäßig öffentlich und antwortet dem Bürger. Und das nicht zum ersten Mal.

Sebastian B. hat Bedenken zu den Prognosen zur Wahl. Das ZDF erklärt, wie diese zustandekommen.
Sebastian B. hat Bedenken zu den Prognosen zur Wahl. Das ZDF erklärt, wie diese zustandekommen.  © Andreas Arnold/dpa/Facebook/ZDF

Immer wieder muss sich der öffentlich-rechtliche Sender der Kritik seiner Zuschauenden stellen. Diesmal geht's um die zahlreichen Wahl-Prognosen bzw. Umfragen zur bevorstehenden Bundestagswahl.

Sebastian B. meint: "Die öffentlich-rechtlichen werden das mit ihren Vorabprognosen und Hochrechnungen schon schaukeln. (...) Woher kommen diese ganzen Zahlen? Ich für meinen Teil wurde noch nie gefragt (...)."

Der Sender macht deutlich, dass die Prognose auf den Ergebnissen der Befragung von Wählern nach dem Verlassen des Wahllokals (sogenannte "exit polls") beruhe.

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Diese werden "während des gesamten Wahltages vor zufällig ausgewählten Wahllokalen durchgeführt".

Um zur 18-Uhr-Prognose zu gelangen, müssen "die erhobenen Daten in zweierlei Hinsicht korrigiert bzw. ergänzt werden".

So werden die Wahl-Prognosen erstellt

Außerdem "nehmen nicht alle ausgewählten Wählerinnen und Wähler, die das Wahllokal verlassen, an der Befragung teil". Deren Angaben zur Wahlentscheidung fehlen also.

"Entsprechend werden die Befragungsergebnisse über spezielle Gewichtungsmodelle korrigiert. Zum anderen umfasst die Befragung nur diejenigen Wählerinnen und Wähler, die im Wahllokal wählen."

Deshalb werden die Ergebnisse der Briefwähler geschätzt und im Anschluss "mit den Befragungsergebnissen der Urnenwähler zu einer Prognose zusammengeführt".

Wer es noch genauer wissen möchte, kann bei der "Forschungsgruppe Wahlen e. V." ausführliche Informationen finden.

Das ZDF muss sich übrigens regelmäßig mit Kritik der User auseinandersetzen. Mal geht es um Markus Lanz (52), der in seiner Sendung niemanden aussprechen lasse, mal scheinen die Gebühren (früher "GEZ", derzeit 17,50 Euro pro Haushalt, ausgenommen sozial-schwache Bürger) zu hoch "für angeblich zu viele Sportsendungen". Jüngst war die "Senderflut" bei den Öffentlich-Rechtlichen Thema (TAG24 berichtete), unangenehme Interviewfragen oder um "zahlreiche Wiederholungen" im ÖR.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa/Facebook/ZDF

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