Letzte Staffel "Tierärztin Dr. Mertens" mit Elisabeth Lanz: "Schaue voller Dankbarkeit zurück"

Leipzig - Eine TV-Ära geht zu Ende. Seit der ersten Staffel 2006 ist "Tierärztin Dr. Mertens" ein Quotenbringer für das Erste. Eine der erfolgreichsten Serien des deutschen Fernsehens, gedreht im Leipziger Zoo, machte ihre Hauptdarstellerin Elisabeth Lanz (49) berühmt. Trotzdem läuft die Serie auf ihr Ende zu (TAG24 berichtete). Die letzte Staffel, es ist die siebte, startet heute mit der ersten von sechs Folgen. Was bedeutet der Abschied für Elisabeth Lanz? Wir haben sie gefragt.

Elisabeth Lanz (49) alias Dr. Susanne Mertens.
Elisabeth Lanz (49) alias Dr. Susanne Mertens.  © ARD/Steffen Junghans

"Ich schaue in voller Dankbarkeit auf die Jahre zurück, die ich in dieser Rolle verbringen durfte", sagt die Schauspielerin."Die Serie hat mich bekannt gemacht und mir viele Türen geöffnet."

Nicht bekannt, sondern bekannter, dahingehend muss man die in Graz geborene Österreicherin wohl korrigieren. Bekannt war sie schon davor, zunächst in den Theaterkreisen ihres Heimatlandes, bald auch im deutschen Fernsehen.

Diverse Episodenrollen in einschlägigen TV-Serien und eine Hauptrolle in der Telenovela "Rote Rosen" stehen zu Buche. Ohne diesen Vorlauf wäre es mit Dr. Mertens wohl nichts geworden.

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Mit Ruhm kommt Verantwortung. "Dadurch habe ich eine Stimme bekommen, wurde interessant zum Beispiel für karitative Organisationen und konnte meine Haltung zu bestimmten Themen öffentlich darlegen", so Lanz, die sich für den Bundesverband Kinderhospiz, den Verein SOS-Kinderdorf und die Naturschutz-Stiftung World Wide Fund For Nature (WWF) engagiert.

Dem Karitativen ist sie von Kindheit an nah. Aufgewachsen ist sie in einem SOS-Kinderdorf in Altmünster, das ihr Vater leitete.

Finale Staffel unter verschärften Bedingungen

In der finalen Staffel "Tierärztin Dr. Mertens" kommen nun die verschiedenen Erzählstränge zur Auflösung. So lebt Dr. Susanne Mertens wieder glücklich mit ihrem Lebensgefährten Dr. Christoph Lentz (Sven Martinek, 56) zusammen. Sobald die gemeinsame Adoptivtochter Luisa (Lilly Wiedemann) aus dem Haus ist, wollen sie für sechs Monate nach Borneo gehen.

Susanne möchte sich in einem Hilfsprojekt für Orang-Utans engagieren, Christoph in einem nahe gelegenen Krankenhaus als Humanmediziner arbeiten.

"Das Ende der Serie kam nicht überraschend für mich", sagt Lanz. "Im Grunde haben wir uns nach jeder Staffel gefragt, ob es denn wohl weitergehen würde. Gewissheit gab es nie." Traurig über das Ende ist sie nicht.

Die letzte Staffel entstand unter verschärften Bedingungen, Stichwort Corona. Lanz: "Es hat die Arbeit anstrengend gemacht. Wir mussten unter Schutz- und Hygienegesichtspunkten auf so vieles achten, was vorher nie eine Rolle spielte." Zeitweilig durfte im Leipziger Zoo nicht gedreht werden, das Team musste nach Erfurt, Halle und Magdeburg ausweichen (TAG24 berichtete).

Doch hat die Erinnerung an die Dreharbeiten auch schöne Seiten für sie. Die Schauspielerin: "Das Team ist menschlich sehr stark zusammengewachsen in dieser Zeit. Wir haben alle aufeinander aufgepasst."

Was kommt für sie nach Dr. Mertens? "Eine neue Serie steht im Moment nicht im Raum", sagt Elisabeth Lanz. "Ich habe aber einiges gedreht, das noch nicht gesendet ist."

Titelfoto: ARD/Steffen Junghans

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