Luisa Neubauer schießt bei Markus Lanz scharf gegen Friedrich Merz

Hamburg - Ging sie damit zu weit? In der neuesten Ausgabe von Markus Lanz fand Umwelt- und Klima-Aktivistin Luisa Neubauer deutliche Worte für ihr Gegenüber, den CDU-Politiker Friedrich Merz.

Gequältes Lächeln statt klarer Konter: Waren Neubauers Worte zu viel für Merz?
Gequältes Lächeln statt klarer Konter: Waren Neubauers Worte zu viel für Merz?  © Screenshots zdf.de / Markus Lanz vom 30. Juni 2020

In der ZDF-Sendung vom 30. Juni waren hochkarätige Gäste geladen: Unternehmerin Sarna Röser, Journalist Elmar Theveßen und eben auch Friedrich Merz sowie Luisa Neubauer.

Eine Kombination, bei der der Streit quasi vorprogrammiert war. Es dauerte nicht lange, bis Neubauer Merz "Farbenspielerei" vorwarf, da er zuvor über eine mögliche Koalition mit den Grünen nachgedacht hatte. Politisch gesehen sei das "fast unachtsam".

Der Höhepunkt dürfte für viele Zuschauer gewesen sein, als Neubauer meinte, Merz sei "mandatspolitisch gesprochen überhaupt nichts" (zu sehen ab Minute 29:00 in der ZDF-Mediathek).

Selbst der erstaunte TV-Moderator Markus Lanz musste sich da nochmal vergewissern, ob er gerade richtig gehört hatte.

Doch für Klima-Aktivistin Neubauer war damit noch nicht Schluss: "Eine Sache, die wir nicht brauchen, sind noch mehr Politiker, die sagen, sie fänden die Sache mit dem Klima gut und denken das dann aber nicht zu Ende und attestieren sich praktisch selbst Klimafreundlichkeit", ergänzte sie.

Friedrich Merz reagierte erstaunlich stoisch und gelassen, ein klarer Konter war nicht von ihm zu hören. Erst später in der Sendung versicherte er, Klimaschutz und CO2-Reduktion weiter vorantreiben zu wollen und dass es ihm "persönlich wirklich auch um diese Themen" gehe.

Gestritten wurde darüber hinaus nicht nur im Fernsehen, sondern auch auf Twitter. Dort unterbreitete Merz Neubauer den Vorschlag, selbst für die  Bundestagswahl 2021 zu kandidieren und für ihre Positionen zu kämpfen.

Luisa Neubauer reagierte bislang nicht auf den Tweet von Friedrich Merz, antwortete jedoch mürrisch auf SPD-Politikerin Saskia Esken. Die SPD gebe sich zwar Mühe, habe sich aber gemeinsam mit der CDU "gegen Paris" entschieden, schrieb Neubauer und bezog sich damit auf das Pariser Klimaschutzabkommen.

Titelfoto: Screenshots zdf.de / Markus Lanz vom 30. Juni 2020

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