30 Jahre nach der Wende: Heimweh und "Wossi"-Schicksale beim MDR

Von Björn Strauss

Dresden/Leipzig/Erfurt - Wir schaffen das, oder? Der Herbst wird nachdenklich im MDR. 30 Jahre "deutsche Einheit" landet als Schwerpunkt im Programm. Zahlreiche Produktionen zum "Ossi-Wessi"-Thema beleuchten die gesamtdeutschen Anfänge bis ins Heute.  

Gedenken des Mauerfalls im vorigen Jahr in Leipzig.
Gedenken des Mauerfalls im vorigen Jahr in Leipzig.  © dpa/Hendrik Schmidt

In aufwendigen Neuproduktionen geht's aus heutiger Perspektive "um die Lebensleistungen der Menschen im wiedervereinten Deutschland", beschreibt es der Sender. 

"Trimedial" geht es dabei zur Sache:  In TV, Radio und Web gibt es Beiträge. Unter mdr.de/einheit90 (ab 9. September) sowie in der ARD Mediathek werden alle Angebote gebündelt. Und das sind zahlreiche!

Archivaufnahmen, Zeitdokumente und weitgehend unbekannte Akten des amerikanischen Geheimdienstes CIA gibt es gleich zu Beginn des Programmschwerpunkts in der Doku "Die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen - Machtkampf um die deutsche Einheit" (7. September, 23.35 Uhr im Ersten, 15. September, 22.10 Uhr im MDR).

Weitere Highlights im MDR-Programm sind:

  • "1990/2020 - Zeiten des Umbruchs" (9. September, 20.15 Uhr, bereits ab 4. September in der ARD Mediathek). In der Doku kommen 30 Menschen mit bewegenden Lebensgeschichten von damals und heute zu Wort.
  • Von Zockern und Bluffern, von Alleingängern und Teamplayern und vom Ringen und Taktieren bei der Bildung der "Neuen Länder" handelt die dreiteilige Doku-Reihe "Machtpoker um Mitteldeutschland - Die Entstehung der drei neuen Bundesländer" (ab 22. September komplett in der Mediathek).
  • Am Vortag der deutsch-deutschen Wiedervereinigung läuft zur Prime-Time um 20.15 Uhr das multimediale Filmprojekt "Wir Ostdeutsche - 30 Jahre im vereinten Land". Ein Film, der sich "auf eine doppelte Reise begibt: durch drei Jahrzehnte im vereinten Land und durch den Osten der Gegenwart (bereits 16. September in der ARD Mediathek, am 29. September um 20.15 Uhr im Ersten). 

Der MDR hat zahlreiche neue Beiträge im Programm

In Marienborn erinnert die Grenzübergangsstelle an die Zollabfertigung von ausreisenden und einreisenden PKW aus der und in die DDR.
In Marienborn erinnert die Grenzübergangsstelle an die Zollabfertigung von ausreisenden und einreisenden PKW aus der und in die DDR.  © dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Am 3. Oktober plant das MDR-Fernsehen von 5.50 Uhr bis 0.20 ein ganz besonderes Feiertagsprogramm.

  • Doku "Generation Umbruch - Auf den Spuren der Wendekinder" (ab 29. September in der Mediathek und als Porträtreihe ab 14. September bei MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE und "MDR um 11")
  • Um 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen sowie ab dem 25. September in der Mediathek geht "Super-Ossi" Wolfgang Stumph in "HeimatLiebe - warum ich blieb" auf Spurensuche zu Menschen, die in den 1990er-Jahren ganz bewusst in ihrer ostdeutschen Heimat geblieben sind.

Der innerdeutsche Themenschwerpunkt gehört übrigens zum MDR-Jahres-Motto "Miteinander leben".

Dokureihe "Einmal Westen und zurück" begleitet ausgereiste Rückkehrer

Sybille Hoffmann mit ihrer Liebe Peter kam zurück in den "Osten".
Sybille Hoffmann mit ihrer Liebe Peter kam zurück in den "Osten".  © MDR/Mia Media

Und damit die Einheits-Thematik nicht zu abstrakt daherkommt, kommen "Wossis" auch direkt zu Wort. In fünf Folgen erzählen zehn Rückkehrer ihren Alltag in der wiedergefundenen Heimat, die sie nach der Wende westwärts verlassen hatten. 

Viel haben die Bürger bisher geschafft, denn im Osten hat sich inzwischen viel verändert. 

"Geschichten vom Weggehen und Wiederkommen" heißt es daher am heutigen Donnerstag (3. September), am 10. und 17. September sowie am 1. und 8. Oktober, jeweils 19.50 Uhr beim MDR. 

In der ersten Folge lernen wir beispielsweise Sybille Hoffmann kennen. Nach fast zwanzig Jahren in Saarbrücken hat sie in Dessau ihre große Liebe Peter wiedergefunden - seinetwegen kam sie zurück und hat sich ihren Traum von einem eigenen Nähcafé erfüllt...

Eins steht fest: Eines Tages heißt es Nordi, Südi, Wessi, Ossi... 

Titelfoto: MDR/Mia Media

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