Kondome, Selbstbefriedigung, Entjungferung: MDR-Format will Teenies aufklären

Leipzig - Tut das erste Mal weh? Sind feuchte Träume normal? Ist häufiges Onanieren gesundheitlich bedenklich? Diese und andere Fragen will ein neues Aufklärungsformat des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) auf TikTok klären.

Die beiden Hosts des neuen MDR-Formats "Wahrscheinlich peinlich": Viktoria Schackow und Philipp Dubbert.
Die beiden Hosts des neuen MDR-Formats "Wahrscheinlich peinlich": Viktoria Schackow und Philipp Dubbert.  © MDR/Alexander Friederici

Viktoria Schackow und Philipp Dubbert heißen die beiden jungen Hosts, die sich um neuen Content in Form von Kurzvideos kümmern - besonders gerichtet an die Zielgruppe der 13- bis 15-Jährigen.

Sie gehören zu zehn Volontärinnen und Volontären des MDR, die innerhalb von neun Wochen eines der ersten öffentlich-rechtlichen Aufklärungsformate auf der besonders bei Teenagern beliebten Social-Media-Plattform TikTok entwickelt haben.

"Wir wollen so was wie große Schwester oder großer Bruder sein und nicht über, sondern mit den Jugendlichen reden", beschreibt Schackow den Inhalt des Formats.

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Es dient auch ein wenig zu Forschungszwecken. "Mit unserem Projekt möchten wir testen, wie Bildungsinhalte auf TikTok ankommen und die Chance nutzen, diese Plattform aktiv mitzugestalten und eigene Akzente setzen", sagt Daniel Vogelsberg, Redaktionsleiter von MDR Wissen.

Am 28. Juni landeten die ersten vier Clips auf der TikTok-Seite, bis Montag folgten sechs weitere. Insgesamt mehr als 90.000 Klicks haben sie seither erhalten.

"Feuchte Träume" ist das mit Abstand meistgeklickte TikTok-Video

Egal ob das erste Mal, die richtige Kondomgröße oder feuchte Träume: In den kurzen Clips wird ungeniert alles angesprochen, was Teenager wissen wollen.
Egal ob das erste Mal, die richtige Kondomgröße oder feuchte Träume: In den kurzen Clips wird ungeniert alles angesprochen, was Teenager wissen wollen.  © 123RF/h2010

Mehr als die Hälfte aller Aufrufe sahnte das etwa 40-sekündige Video über feuchte Träume ab, in dem Philipp über das Ejakulieren in der Nacht spricht.

"Irgendwann zwischen 11 und 15 kommt so 'ne Zeit, da schießt man nicht mehr mit Platzpatronen und das kann halt auch mal im Schlaf passieren. Du wachst auf, in deiner Boxer ist alles feucht. Sollte dann noch morgens deine Mama fragen, ob sie etwas mit waschen soll, könnte es echt peinlich werden - obwohl es voll normal ist!"

Profi-Tipp von Dr. Dubbert: Abends häufiger selbst befriedigen. "Je weniger nachts im Tank ist, desto weniger kann auch rauskommen."

Titelfoto: Bildmontage: MDR/Alexander Friederici, 123RF/h2010

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