Mehr als 400.000 Tonnen? So viel haben wir in der Pandemie zugelegt

Berlin - Rund 420.000 Tonnen Gewichtszunahme bei ALLEN Deutschen? Hier ein Brötchen, da 'ne Scheibe Wurst, mal 'n "Berliner", mal in den Käse beißen, eine Schoki zum Nachtisch und ein Bierchen? Und das alles mit weniger Bewegung! Was kommt da raus? Richtig, zu viele Kilos an der Hüfte - das hat eine repräsentative Umfrage ergeben. Und die Zahlen sind bedenklich.

Die Expertin rät, Homeoffice und den Esstisch zu trennen - und wieder gesund zu essen. (Symbolbild)
Die Expertin rät, Homeoffice und den Esstisch zu trennen - und wieder gesund zu essen. (Symbolbild)  © Unsplash/Foodguide App

Die Online-Umfrage des Instituts INSA-Consulere im Auftrag des rbb zeigt nämlich, dass 43 Prozent der Berliner*innen und Brandenburger*innen während der Pandemie zugenommen haben. Und das kann man auf ganz Deutschland hochrechnen!

Die Betroffenen klagen "über durchschnittlich 5,5 Kilogramm mehr Körpergewicht", so der Sender.

Dabei gaben 28 Prozent der Betroffenen an, "dass sie drei bis vier Kilogramm mehr wiegen". 21 Prozent geben gar fünf bis neun Kilo an, 14 Prozent zehn oder mehr Kilos!

Diese Zahlen muss man erst mal sacken lassen!

Mehr Appetit, weniger Bewegung!

Für 55 Prozent der Berliner und Brandenburger zeigt die Waage ca. 5,5 Kilogramm mehr an.
Für 55 Prozent der Berliner und Brandenburger zeigt die Waage ca. 5,5 Kilogramm mehr an.  © Monique Wüstenhagen/dpa

Die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) bewegte sich weniger als vor dem Lockdown, und rund 20 Prozent ernährten sich demnach deutlich schlechter als vor Ausbruch der Pandemie.

Das sogenannte "Frust-Essen" und ein erhöhter Alkoholkonsum "infolge großer psychischer Belastung" sind nach Ansicht der Berliner Diät-Assistentin Jessica Scheugenpflug ein Problem.

Das Verbrauchermagazin vom rbb "SUPER.MARKT" lässt sie am heutigen Montag zu Wort kommen.

Sie erklärt, wie Betroffene unkompliziert auf kalorienärmere Kost umstellen können. Außerdem rät sie auch zur strikten Trennung von Arbeits- und Ess-Situation!

"Das kann sein, dass ich einfach nur die Seite des Tisches wechsle. Weil man im Homeoffice oft daran gebunden ist, am Küchentisch zu sitzen. Ich muss Situationen schaffen, damit ich eine gute Essatmosphäre habe", sagt sie.

Entscheidend sei auch die richtige Größe der Mahlzeiten. Die eigene Hand gilt dabei als Maßstab: Die Portion Fleisch oder Fisch sollte nicht größer sein als der Handteller. Ansonsten drohe eine weitere Gewichtszunahme mit potenziellen Folgen für die Gesundheit.

Besonders bei den Kleinen scheint die Gewichtszunahme eine große Rolle zu spielen - siehe auch unter "Corona-Lockdown verursacht Übergewicht und Essstörungen bei vielen Kindern".

Die "420.000 Tonnen" Gewichtszunahme aller Deutschen ist ein grob berechneter Wert - im Durchschnitt. Aber er zeigt: Die Pandemie hat neben schlimmen psychischen Auswirkungen auch Einfluss auf unser Körpergewicht - und damit auf unsere Physis.

Bewegungsmangel UND zum Teil "Frust" führen in der Pandemie-Zeit zu Übergewicht!
Bewegungsmangel UND zum Teil "Frust" führen in der Pandemie-Zeit zu Übergewicht!  © 123RF/PATCHARIN SAENLAKON

TV-Tipp: Alle Details und weitere Informationen gibt es im Verbrauchermagazin "SUPER.MARKT" am Montag, 1. März, um 20.15 Uhr im rbb. Weitere Infos rund um die Gesundheit findet Ihr im Ratgeber bei TAG24.

Titelfoto: 123RF/PATCHARIN SAENLAKON

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