Paukenschlag in der TV-Landschaft: Bild plant eigenen Fernsehsender

Berlin - Konkurrenz für RTL und Konsorten: Deutschlands größte Boulevardzeitung Bild plant einen eigenen Fernsehsender.

Am Montag teilte der Medienkonzern Axel Springer in Berlin mit, dass Deutschlands größte Boulevardzeitung Bild einen eigenen TV-Sender plant. (Symbolfoto)
Am Montag teilte der Medienkonzern Axel Springer in Berlin mit, dass Deutschlands größte Boulevardzeitung Bild einen eigenen TV-Sender plant. (Symbolfoto)  © Kay Nietfeld/dpa

Noch vor der Bundestagswahl im Herbst wolle man an den Start gehen, der Sender solle unter der Marke BILD unter anderem über Kabel und Satellit empfangbar sein, teilte der Medienkonzern Axel Springer am Montag in Berlin mit.

Der Sendestart stehe noch unter dem Vorbehalt, dass die Medienregulierer eine Sendelizenz erteilen. Das Medienhaus baut schon länger seine Videostrategie aus. Bild bietet etwa verstärkt Live-Formate im Internet an.

Laut einem Unternehmenssprecher ist anvisiert, ein 24-Stunden-Programm anzubieten. Kern des Ganzen: Ein Live-Programm von täglich bis zu sechs Stunden, das am Vormittag beginnt.

Das Programm solle mit Dokus, Reportagen und anderen Formaten erweitert werden. Der Fernsehsender soll die Bereiche Politik, Sport, Kriminalität und Promis abbilden.

Hinzu sollen Service-Themen kommen. Bei wichtigen News soll das Programm mit Live-Formaten unterbrochen werden.

Wenn Springer die Sendelizenz erhält, wäre das der dritte Fernsehsender im Konzern. Es gibt bereits die Kanäle WELT und N24Doku. Das Live-Programm des geplanten TV-Senders BILD soll den Angaben zufolge zeitgleich bei N24 Doku zu sehen sein. WELT bleibt mit seinem Live-Programm eigenständig.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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