Schon lange totgeglaubte Frau wird ermordet aufgefunden

Magdeburg - Eine Frau wird per Kopfschuss hingerichtet. Doch eigentlich sollte sie schon seit vier Jahren tot sein. Die Drogengeschäfte der Ermordeten kommen ins Spiel. Im neuen Magdeburger "Polizeiruf 110", der am Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD läuft, geht es um eine zerrüttete Familie - und um Rache.

Der aufgebrachte Vater der Toten, Werner Mannfeld (Christian Kuchenbuch, 56), muss von der Polizei abgeführt werden.
Der aufgebrachte Vater der Toten, Werner Mannfeld (Christian Kuchenbuch, 56), muss von der Polizei abgeführt werden.  © MDR/filmpool fiction/Stefan Erhard

Für Hauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen, 51) beginnt ihr zwölfter Polizeiruf zunächst im Grünen. 

Am vernebelten Waldrand außerhalb von Magdeburg wird eine junge Frau tot aufgefunden, Hinweise auf ihre Identität gibt es nicht. Barsch ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ihr Partner Uwe Lemp (Felix Vörtler, 59) am Vorabend ganz in der Nähe einen Mann angefahren hat, der sich trotz Verletzung aus dem Staub machte. 

War es womöglich der Mörder?

Später stellt sich heraus, dass das Unfallopfer Alex Zapf (Ben Münchow, 30) heißt und der Mann der Toten war. 

Die beiden waren früher Drogenschmuggler und seit Jahren im Zeugenschutz, da sie geholfen haben, ihren ehemaligen Chef hinter Gitter zu bringen. 

Werner Mannfeld (Christian Kuchenbuch, 56), der Vater der Ermordeten, hielt seine stets drogenabhängige Tochter Jessica deshalb auch schon seit Jahren für verstorben.

Dann betritt das Rauschgiftdezernat die Bühne, da sie gegen einen alten Dealer-Kollegen von Jessica und Alex ermitteln. Doch Unterstützung können sie im Fall der hingerichteten Jessica nicht anbieten - im Gegenteil.

Magdeburger "Polizeiruf 110": Lohnt sich das Einschalten?

Uwe Lemp (Felix Vörtler, 59) erscheint geschockt am Tatort und erfährt von Hauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen, 51) von dem Mord.
Uwe Lemp (Felix Vörtler, 59) erscheint geschockt am Tatort und erfährt von Hauptkommissarin Doreen Brasch (Claudia Michelsen, 51) von dem Mord.  © MDR/filmpool fiction/Stefan Erhard

Nur wenn man einen Film sucht, der im Hintergrund als Einschlaf-Hilfe laufen soll. 

Während der große Sonntagabend-Bruder "Tatort" sich oftmals in zu komplizierte Handlungsstränge verirrt, ist in "Tod der Toten" eher das Gegenteil der Fall. 

Das Geschehen der MDR-Produktion lässt sich auch problemlos mit einem Auge verfolgen. 

Die im Titel erwähnte Ungereimtheit - wie eine Frau ermordet werden konnte, die schon lange tot geglaubt ist - wird zu schnell aufgeklärt und nimmt der Story mächtig Wind aus den Segeln.

"Die beiden haben den größten Drogenhändler der Gegend in den Knast gebracht? Das wäre ein Motiv", rätselt Kommissarin Brasch über den möglichen Mörder von Jessica. 

Ganz so einfach ist des Rätsels Lösung nicht. Doch verwunderlich wäre es kaum, denn auch die tatsächliche Auflösung des Falls ist nur unwesentlich unvorhersehbarer. 

Ein merkwürdiger Charakter, der aussieht wie ein Serienkiller, sich aber für einen Guten ausgibt, ist der Täter? Na, was für eine Überraschung.

Das Schauspiel der gebürtigen Dresdnerin Claudia Michelsen zählt zu den wenigen Pluspunkten des Films. Das allein reicht jedoch nicht, um "Tod einer Toten" sehenswert zu machen. "Polizeiruf 110" - das könnt ihr besser.

Titelfoto: MDR/filmpool fiction/Stefan Erhard

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