"Furchtbare Angst": ZDF-Spielfilm erinnert an Anfänge der Corona-Pandemie

Leipzig - Schauspielerin Natalia Wörner (54) war am Freitag im Riverboat zu Gast, um über ihren neuen ZDF-Film "Die Welt steht still" zu sprechen. Dieser thematisiert in dramatischen Bildern die ersten Wochen in einem Krankenhaus in Deutschland im Zuge der Corona-Pandemie. Um den Dreh möglichst realitätsnah zu gestalten, arbeitete das Team eng mit echten Medizinern zusammen.

Natalia Wörner (54) spielt in "Die Welt steht still" eine Intensivmedizinerin. Für die Rolle wurde sie von einer tatsächlichen Ärztin gecoacht.
Natalia Wörner (54) spielt in "Die Welt steht still" eine Intensivmedizinerin. Für die Rolle wurde sie von einer tatsächlichen Ärztin gecoacht.  © ZDF/Patrick Pfeiffer

In "Die Welt steht still" spielt Wörner eine Intensivmedizinerin, die die ersten Tage mit der Pandemie in Deutschland hautnah miterlebt. "Die Dreharbeiten fanden während des ersten Lockdowns statt. Wir wussten, dass es schwer sein würde, den nötigen Abstand zu haben, um die Pandemie perspektivisch aufarbeiten zu können", erinnerte sich die 54-Jährige zurück.

Um die damalige Extremsituation abbilden zu können, wollte Natalia Wörner bestmöglich vorbereitet sein und bezog ihre Freundin und Intensivmedizinerin Doktor Lelia Rösler in den Schreibprozess des Filmes mit ein.

Die Aufnahmen über ein Jahr später sehen zu können, sei ungewohnt für Wörner, erzählte sie weiter im Riverboat-Talk.

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"Es ist eine groteske Situation. Wer hätte vor einem halben Jahr gedacht, dass wir den Film zu einem Zeitpunkt zeigen, wo wir gerade wieder alles neu kalibrieren und gucken müssen, was in den nächsten Monaten passieren wird", so die "Säulen der Erde"- Darstellerin.

"Hatten furchtbare Angst": Intensivmedizinerin erinnert sich an Pandemie-Beginn

Ihr Medizin-Coach Doktor Lelia Rösler freut sich bereits, den ZDF-Spielfilm vor allem mit Kollegen sehen zu können. "Ich hab sie alle eingeladen dazu, fachliche Fehler zu finden und den Film richtig nieder zu machen", schmunzelte die Medizinerin. Das Lachen vergeht jedoch, wenn Rösler an den tatsächlichen Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 zurückdenkt.

"Uns wurde relativ schnell durch Bilder aus Wuhan und Italien klar, dass das zu uns kommen kann und so ist es ja auch passiert. Wir mussten unsere Kapazitäten hochfahren, Urlaube streichen, Beatmungsgeräte umwidmen, die Mitarbeiter bezüglich Reanimationen schulen. Wir wussten zwar nicht genau. was Corona ist, aber dafür was mit Leute mit einem septischen Lungenversagen passiert. Wir konnten uns also vorstellen, was auf uns zukommt und hatten furchtbare Angst", erinnerte sich die Intensivmedizinerin zurück.

Wer sich auch noch einmal an die Anfänge der Pandemie zurückdenken möchte, kann sich am Montag, dem 15. November im ZDF "Die Welt steht still" ansehen. Bereits im Voraus ist der Film in der ZDFmediathek erhältlich.

Titelfoto: ZDF/Patrick Pfeiffer

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