Isabel Varell frustriert: "Musik ist nichts mehr wert!"

Leipzig - Künstler oder Künstlerin zu sein ist nicht immer einfach und schon gar nicht in jedem Fall erfolgreich. Schauspielerin und Moderatorin Isabel Varell (59) ist eigentlich gut gebucht, es läuft bei. Nur ihr aktuelles Album macht ihr Sorgen. Das verriet sie jetzt im MDR-Riverboat.

Hätte gerne eine dauerhafte Rolle bei "In aller Freundschaft": Schauspielerin und Moderatorin Isabel Varell.
Hätte gerne eine dauerhafte Rolle bei "In aller Freundschaft": Schauspielerin und Moderatorin Isabel Varell.  © Screenshot MDR Riverboat

Erst kürzlich drehte die Schauspielerin wieder für die Kultserie "In aller Freundschaft", dort spielte sie schon früher mit. Von 2018 bis 2019 stand sie in der Sachsenklinik als "Linda Schneider" vor der Kamera. Jetzt durfte sie für eine Folge zurück ans Set.

"Haben Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen aus der Sachsenklinik wiedergesehen?", wollte Moderator Jörg Kachelmann (62) deshalb von seinem Talkgast wissen.

"Ja, also auf jeden Fall. Ich habe sehr enge freundschaftliche Verbindungen zu Einigen", so Varell. "Es ist eine paradiesische Situation, es ist ein Drehort, wie man ihn sich nur erträumen kann. Ich hatte da viel Glück und bei "Rote Rosen" war es auch sehr schön."

Und weiter: "Christina Petersen ist meine Spieltochter und ich habe zu ihr auch ein sehr enges Verhältnis. Auch zu Annett Renneberg und Alexa Maria Surholt gibt es eine schöne Verbindung und wir sind in Kontakt geblieben. Wenn ich etwas in Leipzig zu tun habe, mache ich einen Rundruf."

"Eine Tasse Tee": Neues Varell-Album läuft nicht so gut?

Isabel Varell als Linda Schneider in "In aller Freundschaft".
Isabel Varell als Linda Schneider in "In aller Freundschaft".  © MDR/Saxonia Media/Kiss

So gut wie es vor der Kamera gerade läuft, geht’s leider nicht bei den Verkaufszahlen des aktuellen Albums weiter, das gibt die Sängerin ganz offen zu.

"Sie machen ja auch wieder Musik - 'Auf eine Tasse Tee' heißt ihr Album", meint Kachelmann. Aber Varell berichtigt ihn. "'Eine Tasse Tee', nur 'Eine Tasse Tee'. Ich wollte etwas Besonderes machen, man muss sich ja heute abheben mit allem. Allerdings, wenn ich es 'Auf eine Tasse Tee' genannt hätte, hätte es sich vielleicht noch besser verkauft."

Auf die Nachfrage, wie sich die Platte den eigentlich verkaufe, gab Varell zur Antwort. "Ach, das ist echt schwer, wollen wir nicht darüber reden. Vielleicht kommt heute der Durchbruch. Die Musik ist eigentlich nichts mehr wert."

Diesen Satz fand Moderatorin und Sängerin Ina Müller (55), die ebenfalls Gast der Talkrunde war, eher unglücklich. "Wie siehst du das Ina", forderte Varell ihre Kollegin auf ihre Meinung dazu zu äußern. "Ich habe heute Veröffentlichung und alles ist sehr schön. Das tut mir jetzt sehr leid", gab die zur Antwort. "Ich finde nur den Satz: 'Musik ist nichts mehr wert' ein bisschen zu hart. Es hat sich sehr viel verändert durch die Streamingdienste, aber das ist nicht alles."

Varell freue sich für Ina Müller, dass es bei ihr läuft. "Ich freue mich wirklich, dass es bei dir so gut aufgegangen ist, aber das kann eben nicht jeder von sich behaupten. Da wäre es ganz ehrlich ganz schön, wenn da noch mehr geht."

Titelfoto: Screenshot MDR Riverboat

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