Keine Lust mehr auf Thriller? So beeinflusste die Corona-Pandemie Sebastian Fitzeks neues Buch

Leipzig - Er ist bekannt als der momentan wohl beliebteste Psychothriller-Schriftsteller Deutschlands - doch er kann auch anders: Das bewies Bestseller-Autor Sebastian Fitzek (49) am Freitag im Riverboat mit lustigen Geschichten übers Leben, die Liebe und die Familie.

Sebastian Fitzek (49) verriet in der neuen Riverboat-Folge unter anderem, wie er am liebsten seinen letzten Tag verbringen würde.
Sebastian Fitzek (49) verriet in der neuen Riverboat-Folge unter anderem, wie er am liebsten seinen letzten Tag verbringen würde.  © Screenshot/MDR-Mediathek

Vor allem war er in der Sendung zu Besuch, um sein neuestes Buch "Der erste letzte Tag: Kein Thriller" vorzustellen. Darin geht es - ungewöhnlich für Fitzek - nicht etwa um Mord und Totschlag, sondern einen unterhaltsamen Roadtrip nach dem Motto "Lebe so als wäre es dein letzter Tag".

"Wie stellst du dir denn deine letzten Tage vor?", will Moderatorin Kim Fisher (52) in der Talkrunde von Fitzek wissen.

Und darauf hatte der Schriftsteller natürlich wie aus der Pistole geschossen eine Antwort: "Mein Sinn des Lebens ist es, so viele Erinnerungen wie möglich anzusammeln. Und das macht man häufig auf Reisen!"

Love Island: Bodyshaming: "Love Island"-Greta klagt an und ruft Fans zur Rache auf
Love Island Bodyshaming: "Love Island"-Greta klagt an und ruft Fans zur Rache auf

Seine letzten Stunden würde Fitzek also am liebsten damit verbringen, mit dem Auto loszufahren (Fishers Einwurf: "Oh Gott, und dann steht man im Stau!"), um auf der ziellosen Reise neue Menschen kennenzulernen und unerwartete Dinge zu erleben. "Ich würde hoffen, dass ich an meinem letzten Tag noch ein gutes Gespräch führen kann".

Auf Reisen und dank eines zufälligen Gesprächs lernte er übrigens auch seine Lebensgefährtin Linda kennen - und zwar ganz unromantisch im ICE auf dem Weg nach Leipzig. Als er ihr seinen Nachnamen und Beruf verraten hatte, wollte sie ihm zunächst nicht glauben. Sie hatte sich DEN Sebastian Fitzek eher als "alten knöchrigen 70-Jährigen" vorgestellt. "Na, fast", so Kim Fishers Kommentar dazu.

Die Corona-Pandemie beeinflusste seine Fantasie

Fitzeks neuester Roman "Der erste letzte Tag: Kein Thriller" ist am 28. April erschienen und unterscheidet sich deutlich von seinen vorherigen Werken.
Fitzeks neuester Roman "Der erste letzte Tag: Kein Thriller" ist am 28. April erschienen und unterscheidet sich deutlich von seinen vorherigen Werken.  © Droemer/dpa

Doch wie kam es denn überhaupt dazu, dass Fitzek einen Schritt weg von seinen typisch düsteren Thrillern gewagt und stattdessen einen lustigen Roman verfasst hatte?

Kurioserweise zog er seine Inspiration teilweise aus der Corona-Pandemie. "Das war keine bewusste Entscheidung", gab er zu. "Zunächst war ich wirklich lost".

Er hatte sich dank des Internets während der Lockdown-Zeit selbst zum "Hobby-Virologen" ausgebildet und dadurch nur noch ein Thema im Kopf: Den Echtzeit-Thriller Pandemie.

Bergdoktor: "Der Bergdoktor" Hans Sigl schickt Grüße vom Set: Detail sorgt für Wirbel
Der Bergdoktor "Der Bergdoktor" Hans Sigl schickt Grüße vom Set: Detail sorgt für Wirbel

Fantasie? Fehlanzeige. Stattdessen hatte er eine Schreibblockade.

Irgendwann hatte er sich dann "Oh Gott, jetzt brauch ich selbst mal was zu lachen" gedacht und eine alte, stillgelegte Idee wieder aufgegriffen. "Der Realtime-Thriller reicht mir erstmal, jetzt will ich mal was Lustiges!".

Und daraus wurde dann "Der erste letzte Tag: Kein Thriller" geboren. Der Roman ist übrigens am Anfang und auch am Ende jeweils mit einer "Warnung" versehen - damit sowohl alte als auch neue Fitzek-Leser wissen, dass der kurze Ausflug in den Komödien-Bereich eher eine Ausnahme bleiben wird. Das nächste Buch soll dann wieder wie gewohnt schaurig-spannend werden.

Titelfoto: Screenshot/MDR-Mediathek

Mehr zum Thema Riverboat: