Leichtathletik-Ikone Lars Riedel: Wie ein Klo-Besuch ihn zu Olympia-Gold führte
Leipzig - Er holte vor 30 Jahren bei Olympia Gold für Deutschland, doch der Wettkampf im Diskuswerfen war für den Leichtathleten Lars Riedel (58) so aufregend, dass es ihn erstmal aufs Klo verschlug, wie er sich in der MDR-Talkshow "Riverboat" erinnerte.
Atlanta, 1996: Lars Riedel hatte Großes vor, doch das merkte man ihm zu Beginn noch nicht an.
Die Nerven spielten verrückt und die ersten Würfe waren für den mittlerweile 58-Jährigen überhaupt nicht zufriedenstellend. Dann rutschte er auch noch weg. "Es ist eine Riesenunzufriedenheit", erinnerte er sich.
Der damalige Kommentator fasste im Hintergrund zusammen: "Der ist ja völlig danebengegangen, dieser Wurf."
Dann gingen die Nerven mit dem Sportler durch. "Das Bauchgefühl hat gesagt: 'Raus hier'."
Doch das geht mitten im Wettkampf nicht so einfach. Ein Kampfrichter hatte ihn also bis zur Toilette begleitet, wo er das erste Mal einen klaren Kopf bekam.
Was genau er alles dort machte, weiß Lars Riedel nicht mehr, aber es half. Denn der Leichtathlet warf sich im nächsten Durchgang zur Goldmedaille.
"Riverboat": So wertvoll ist die Olympia-Goldmedaille von Lars Riedel
Gold bei Olympia war übrigens nicht sein einziger großer Erfolg. Der Diskuswerfer konnte sich zusätzlich noch fünf Weltmeister-Titel sichern.
Trotzdem hat die Olympia-Medaille einen ganz besonderen Stellenwert für Riedel, weshalb sie immer sicher in seinem Safe verstaut ist.
Dafür gibt es aber auch einen zweiten Grund, denn der Schatz dürfte mittlerweile einen ziemlich hohen Sammlerwert haben.
"Ich habe letztens was von einem Amerikaner gehört, der hat sie, glaube ich, für 1,2 Millionen Euro versteigert", so Lars Riedel.
Neben dem Leichtathleten waren auch noch andere spannende Gäste im MDR-"Riverboat" zu Gast, darunter Uwe Herrmann (63) und Stefan Mross (50). Die gesamte Folge könnt Ihr in der ARD-Mediathek streamen.
Titelfoto: Montage: IMAGO / STAR-MEDIA; David Inderlied/dpa

