Nele Neuhaus wurde von der Wurstfabrik-Chefin zur Autorin: "Lebenserfahrung ist unbezahlbar!"

Leipzig - Neben Moderator Sebastian Fitzek (50) nahm am Freitag auch eine weitere Krimi-Autorin in der Riverboat-Talkrunde Platz: Nele Neuhaus (54) berichtete über ihren ungewöhnlichen Weg über eine Wurstfabrik in den Bestseller-Himmel und beichtete ein eigenes "schweres Verbrechen" aus ihrer Zeit an einer katholischen Mädchenschule.

Nele Neuhaus (54) strebte zunächst eine Karriere in der Wurstfabrik ihres Mannes an. Das Schreiben konnte sie jedoch nie vergessen.
Nele Neuhaus (54) strebte zunächst eine Karriere in der Wurstfabrik ihres Mannes an. Das Schreiben konnte sie jedoch nie vergessen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Zwar hatte die Münsteranerin schon immer ein Faible fürs Schreiben an den Tag gelegt, beruflich schlug sie aber zunächst eine etwas andere Laufbahn ein. Über ihren ersten Ehemann startete sie mit einem Job als Chefin einer Wurstfabrik ins Arbeitsleben.

Auch wenn Schnitzel, Braten und Co. erstmal nicht sehr literarisch klingen, konnte sie hier viel Inspiration und Ideen für ihre schriftstellerische Tätigkeit ziehen.

"Die Lebenserfahrung und das Arbeiten mit den Menschen in der Fleischfabrik - unbezahlbar. Ich zehre heute noch davon, welche Menschen ich dort als Mitarbeiter oder Kunden kennengelernt habe, da war der ganze Querschnitt der Bevölkerung dabei", erinnerte sich Nele Neuhaus, deren Taunus-Krimis mittlerweile auch verfilmt werden.

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Auch als sie ihr erstes Buch dann ohne Verlag selbstständig gedruckt hatte, half ihr die Wurstfabrik beim Vertrieb der Bücher.

"Wenn jemand seinen Weihnachtsbraten abgeholt hat, hab ich meine Bücher strategisch gut drapiert und dann gefragt 'Brauchen Sie noch ein Geschenk für ihre Frau?'. Und irgendwann meinte mein Mann dann, dass mehr Leute da gewesen wären, um ein Buch zu kaufen als Fleisch", berichtete die Autorin stolz.

Nele Neuhaus und Sebastian Fitzek sind "Kollegen, keine Konkurrenten"

Am Montag um 20.15 Uhr wird der nächste Taunus-Krimi ausgestrahlt. Die Kommissare Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann) und Pia Sander (Annika Kuhl) suchen darin einen Serienmörder.
Am Montag um 20.15 Uhr wird der nächste Taunus-Krimi ausgestrahlt. Die Kommissare Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann) und Pia Sander (Annika Kuhl) suchen darin einen Serienmörder.  © ZDF/Hagen Keller

Kuriose Geschichten hat die Krimi-Autorin en masse auf Lager. In ihrer Jugend besuchte sie eine katholische Mädchenschule und ließ auch bereits dort ihrer Fantasie freien Lauf.

"Ich habe an der Schreibmaschine einen Elternbrief konzipiert, darauf die Unterschrift der Obernonne gefälscht und dann nur Mist reingeschrieben, wie dass das Rauchen in der 5. bis 8. Klasse nun erlaubt ist oder dass es bald einen McDonals auf dem Schulgelände gibt", so Neuhaus.

Der Elternbrief wurde gedruckt und geriet in Umlauf - was die Schule damals mit einer Suspendierung der jungen Dame quittierte.

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Geschichten also, die das Leben schreibt - und davon sollte eine Autorin ja noch jede Menge im Kopf haben. Mit Riverboat-Moderator Sebastian Fitzek gab es während der Talkrunde übrigens keinen Ärger unter Konkurrenten.

"Ich würde sagen, wir sind eher Kollegen, wir stehen auch über WhatsApp in Kontakt. Man kann ja nicht sagen, nur weil jemand meine Bücher liest, darf er die von Sebastian Fitzek nicht lesen", schmunzelte die Schriftstellerin.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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