Torsten Mattuschka im Riverboat: "Ich rülps' und furz' wie jeder andere"

Berlin/Leipzig - Mit seinem 2:1-Tor im Derby gegen Hertha BSC hat Ex-Fußballer Torsten Mattuschka (41) 2011 Fußballgeschichte geschrieben. Auch heute noch wird er von Union-Berlin-Fans für seine Leistungen und Hingabe gefeiert. Ein Umstand, der ihm selbst offenbar nicht immer leicht fällt.

Kult-Fußballer Torsten Mattuschka (41) war am Freitag zu Gast im "Riverboat" und sprach dort über seine spektakuläre Karriere.
Kult-Fußballer Torsten Mattuschka (41) war am Freitag zu Gast im "Riverboat" und sprach dort über seine spektakuläre Karriere.  © Soeren Stache/dpa

"Wie ist das so, wenn man auf dem Platz steht und man hört seinen eigenen Song, singt man dann mit?", wollte Moderator Sebastian Fitzek (50) wissen.

"Ne!", entfuhr es Torsten Mattuschka darauf entschieden. Die Fußball-Legende war am Freitag zu Gast im "Riverboat", sprach dort über seine Karriere als Profi-Kicker und den Mythos, der sich seitdem um ihn gebildet hat.

2002 erhielt er die Chance, beim damaligen Erstligisten Energie Cottbus anzuheuern. Das Problem: "Tusche", wie ihn die meisten kennen, spielte damals in der 7. Liga und war übergewichtig!

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Nachdem er einige gute Testspiele bestritten hatte, sei ihm vom damaligen Cottbus-Trainer Eduard "Ede" Geyer (77) ein Ultimatum gestellt worden: "'Tusche', wenn du in vier Wochen 82 Kilo hast, kannst du mit ins Trainingslager fahren", zitiert der Ex-Spieler seinen ehemaligen Coach.

Die Chance konnte er sich jedoch nicht entgehen lassen, wie er sich nun erinnerte. "Und da hab ich in vier Wochen acht Kilo abgenommen. Ich wollte das unbedingt."

"Ich hab mich immer auf dem Platz zerrissen. Das haben sie wertgeschätzt"

Moderator Sebastian Fitzek (50) bot "Tusche" gleich das "Du" an. "Ich bin ein umgänglicher Typ", sagte er darauf.
Moderator Sebastian Fitzek (50) bot "Tusche" gleich das "Du" an. "Ich bin ein umgänglicher Typ", sagte er darauf.  © rbb/Stefan Wieland

Dem Einstieg folgten spektakuläre Jahre bei Union Berlin, deren Höhepunkt Tusche 2011 mit dem entscheidenden Freistoß gegen Lokal-Rival Hertha BSC feierte. Auch heute könne er sich noch daran erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. "Ich werd natürlich auch sehr oft darauf angesprochen, was normal ist, weil es sehr viel Bedeutung hatte für Union Berlin, für den Verein, für jeden Fan und auch für mich selbst."

Den Song, den die Union-Fans einst für ihn schrieben, werde er allerdings nicht mitsingen. "Jetzt, wenn ich mal als Fan mit Union unterwegs bin, die Leute mich erkennen und dann lossingen, ist mir das auch ein bisschen unangenehm, weil ich nicht weiß, wie ich reagieren soll", sagte der Kult-Fußballer bescheiden.

Eine schöne Bestätigung seiner Leistungen sei der Song für ihn trotzdem, "zumal ich ja auch nicht der gradlinige Fußballer war. Ich hatte immer ein One-Pack, kein Six-Pack, hab mich aber trotzdem immer auf dem Platz zerrissen. Das haben sie schon wertgeschätzt."

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Dass die Fans ihn noch immer schätzen, habe für "Tusche" jedoch auch mit seiner umgänglichen Art zu tun. "Wenn wir irgendwo waren und die Leute haben mich erkannt, bin ich immer stehen geblieben, hab jedes Foto gemacht und jedes Autogramm unterschrieben, weil ich ein ganz normaler Mensch bin. Ich rülps und furz wie jeder andere und bin nicht jemand besonderes, nur weil ich ein bisschen Fußball spiele."

Titelfoto: Montage: rbb/Stefan Wieland, Soeren Stache/dpa

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