Grabstelle ausgesucht, Probeliegen im Sarg: Ex-Dschungelstar ist bereit für den Tod

Leipzig - Happy Birthday, Winfried Glatzeder! Der DDR-Star-Schauspieler wird heute 75! Und pünktlich zu seinem Ehrentag hat er einen gewohnt kuriosen Auftritt im MDR-Riverboat hingelegt. Glatzeder kann sogar dem Coronavirus etwas Positives abgewinnen…

2014 war Winfried Glatzeder im RTL-Dschungelcamp, belegte bei Melanie Müllers Sieg Platz 5.
2014 war Winfried Glatzeder im RTL-Dschungelcamp, belegte bei Melanie Müllers Sieg Platz 5.  © imago images/Metodi Popow

"Also ich bin ein Verbündeter des Virus", stellte Glatzeder fest. "Ich brauche deswegen keine Geburtstagsfeier ausrichten und das gefällt mir. Das kommt meinem Geiz sehr entgegen, ich hätte mir nichts Schöneres wünschen können." 

Ehrlich und schonungslos, wie er eben ist, sagte Glatzeder auch frei heraus an Kim Fisher gerichtet, die das interview mit ihm führte: "Alt werden ist scheiße. Ich will gern über 104 Jahre alt werden. Wir werden zwar geboren, um zu sterben, aber diese letzte Phase, dieser körperliche Verfall wird mich ereilen und mich dazu bringen, dass ich freiwillig sage, ich will jetzt gehen." 

Dafür, dass er noch nicht allzu früh diese Welt verlassen muss, tut der Schauspieler zwar einiges, schießt dabei auch manchmal übers Ziel hinaus. 

"Ich bin so hypochondrisch veranlagt, dass ich mich zum zweiten Mal gegen Pneumokokken habe impfen lassen und vor einer Woche fast gestorben wäre. Man macht das nur alle sechs bis zehn Jahre und ich habe das innerhalb von nur zwei Jahren zwei Mal machen lassen." 

"Ich kann diese geschmacklosen Särge nicht leiden"

Seine Grabstelle und seinen Sarg hat Glatzeder aber vorsorglich schon mal ausgesucht! „Und ich habe noch mehr gemacht: Probeliegen in einem Sarg. Ich kann diese geschmacklosen Särge nicht leiden. Diesen einfachen aus Esche finde ich gut." 

Und, weil ihm das Standardmodell beim Bestatter zu teuer war, hat er sich einfach einen nach seinem Geschmack beim Tischler bestellt.

Begraben werden will der Schauspiel-Star übrigens in Berlin. Zwar auf demselben Friedhof wie Marlene Dittrich und Helmut Newton. Aber nicht etwa in deren Nähe!

"Nein, nein, nein, da ist es zu laut. Da ist der Schulhof 20 Meter hinter der Mauer. Ich habe sie auf der anderen Seite, wo die alten Damen zum Komposthaufen gehen. An einer ganz brüchigen Mauer und auf dem Grabstein wird stehen: 'Hier liegen meine Gebeine, ich wünschte, es wären deine!'. Das ist mein Spruch, kurz und knapp. Den will ich haben."

In diesem Sinne: Alles Liebe zum 75.!

Titelfoto: imago images/Metodi Popow

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