"Rote Rosen"-Star protestiert gegen Coca-Cola in Lüneburg

Lüneburg - Aus Protest gegen den Plan der Firma Coca-Cola, einen dritten Trinkwasserbrunnen in der Region zu bohren, wollen Bürger am Montag eine Petition an Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge übergeben.

Coca-Cola unterhält bereits zwei Brunnen in der Region.
Coca-Cola unterhält bereits zwei Brunnen in der Region.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Coca-Cola unterhalte in der Hansestadt bereits zwei Brunnen für das Abfüllen von Mineralwasser und verkaufe das geförderte Wasser unter dem Namen "Vio".

Der Konzern habe den Betrieb eines dritten Brunnens beantragt, um die Fördermenge von 350 Millionen auf 700 Millionen Liter pro Jahr zu verdoppeln. 

Um das Reservoir zu schützen, wurde die Petition "Unser Trinkwasser gehört uns - nicht Coca-Cola" auf Change.org gestartet. Mehr als 90.000 Menschen unterstützen die Forderung bereits. 

Gemeinsam mit der Schauspielerin Anja Franke (bekannt aus "Rote Rosen") übergibt die Initiatorin Karina Timmann die Unterschriften. 

Im Rahmen der Übergabe findet vor dem Rathaus eine Kundgebung statt.

Auch Anja Franke unterstützt die Aktion.
Auch Anja Franke unterstützt die Aktion.  © Screenshot Instagram/rote_rosen

"Sauberes und jederzeit verfügbares Trinkwasser ist besonders in Zeiten des Klimawandels und der vermehrten Hitze-Sommer ein schützenswertes Gut und muss für viele Generationen vorgehalten werden", betont Timmann. 

"Unser Grundwasservorkommen gehört der Allgemeinheit und darf nicht verkauft werden."

Update, 9.55 Uhr: Coca-Cola nimmt Stellung

Coca-Cola hat zu der Petition Stellung genommen. Derzeit habe der Konzern zwei Brunnen in Lüneburg und entnehme so 1,6 Prozent der insgesamt - auch durch andere Bohrungen - genehmigten Wassermenge. 

Aus Sicht von Coca-Cola fordere die Petition nichts Neues. "Denn: Die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung hat immer Vorrang vor gewerblicher Nutzung. Sollte die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung beeinträchtigt sein, können Wasserrechte beschränkt und auch ganz zurückgenommen werden", heißt es in der Stellungnahme. 

Über das Grundwasser würden die zuständigen Behörden wachen.

Titelfoto: Screenshot Instagram/rote_rosen, Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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