RTL Spezial "Angriff auf unsere Kinder": So schockierend war das Sextäter-Experiment!

Köln - Für viele Kinder und Jugendliche ist das Internet heutzutage ein täglicher Begleiter - doch die Anonymität im Netz birgt zahlreiche Gefahren, wie RTL am Montagabend in seinem Spezial "Angriff auf unsere Kinder" deutlich gezeigt hat.

Moderator Steffen Hallaschka (49) zeigte in dem RTL Spezial "Angriff auf unsere Kinder" ein krasses Experiment, das veranschaulichte, wie leicht Kinder zu Opfern sexueller Gewalt im Internet werden können.
Moderator Steffen Hallaschka (49) zeigte in dem RTL Spezial "Angriff auf unsere Kinder" ein krasses Experiment, das veranschaulichte, wie leicht Kinder zu Opfern sexueller Gewalt im Internet werden können.  © TVNOW / Stefan Gregorowius

Auch im Internet können Kinder Opfer sexueller Gewalt werden. Diesem wichtigen Thema, auch "Cyber-Grooming" genannt, widmete RTL sich am Montagabend im Spezial "Angriff auf unsere Kinder und was WIR dagegen machen können".

Moderator Steffen Hallaschka (49) führte durch die Sendung, die er mit den Worten "Ein Abend, wie es ihn so bisher noch nicht bei RTL gegeben hat" eröffnete. Hallaschka sprach zu dem überaus ernsten und brandaktuellen Thema unter anderem mit Experten des LKA und aus der Psychologie. Auch der Vater eines Opfers war zu Gast im Studio.

Wie gefährdet Kinder im Internet tatsächlich sind, machte die Spezial-Sendung anhand eines schockierenden Experiments deutlich.

Dazu gaben sich drei 20-jährige Lockvögel mit jungem Aussehen (in der Sendung "Hanna", "Lea" und "Paul" genannt) in Videochats mit Erwachsenen glaubhaft als zwölfjährige Kinder aus.

Was für Nachrichten die vermeintlichen Kinder zum Teil von Erwachsenen zugesandt bekamen ("Darf ich deinen A*sch f*cken und drin kommen?") sorgte bei den Zuschauern wohl für blankes Entsetzen.

Sextäter entblößte sich im Experiment vor vermeintlich Zwölfjähriger

In "Angriff auf unsere Kinder" zeigte RTL am Montag, wie leicht Sextäter auf Plattformen im Internet Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufnehmen können. (Symbolbild)
In "Angriff auf unsere Kinder" zeigte RTL am Montag, wie leicht Sextäter auf Plattformen im Internet Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufnehmen können. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Kontakt zwischen den mutmaßlichen Sextätern und den Lockvögeln erfolgte über Chatportale wie etwa "Knuddels.de". Die Täter verteilten dort großzügig Komplimente und lockten die Schauspieler in allen Fällen innerhalb weniger Minuten und unmittelbar nach der Begrüßung auf andere Kommunikationsplattformen.

Lockvogel Hanna demonstrierte, wie heftig es in den darauffolgenden Chats mit den mutmaßlichen Sextätern teilweise zuging. So wurde die Schauspielerin in einem WhatsApp-Chat mit einem 27-Jährigen schon kurz nach Beginn der Unterhaltung dazu aufgefordert, das Gespräch per Videochat fortzuführen. Dann erklärte der Mann, dass er sich oft mit Mädchen treffen würde, die zwischen 13 und 14 Jahre alt wären.

Nach einer Weile schlug er der vermeintlich Zwölfjährigen ein Treffen vor, zu dem er auch einen 33-jährigen Freund mitbringen könne, wie er erklärte. Und das, obwohl die Schauspielerin sich offenkundig als minderjährig ausgab!

Zudem entblößte der Mann in einem weiteren Videochat mit der Schauspielerin sein Geschlechtsteil vor der Kamera und kündigte an, dass er und sein Freund schließlich nicht angezogen bleiben würden, wenn sie zu "Hanna" nach Hause kämen.

"Wow, ist das ekelhaft", kommentierte die 20-jährige Schauspielerin das Gespräch mit dem Mann anschließend und wirkte sichtlich mitgenommen.

Auch auf Ebay Kleinanzeigen gingen Sex-Nachrichten bei Lockvögeln ein

RTL zeigte in dem Spezial "Angriff auf unsere Kinder", dass mutmaßliche Sextäter auch auf Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen unterwegs sind und Nachrichten mit sexuellen Inhalten an Minderjährige verschicken. (Symbolbild)
RTL zeigte in dem Spezial "Angriff auf unsere Kinder", dass mutmaßliche Sextäter auch auf Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen unterwegs sind und Nachrichten mit sexuellen Inhalten an Minderjährige verschicken. (Symbolbild)  © 123RF/gilc

Besonders schockierend: Nicht nur über Chatportale bekamen die Lockvögel unangemessene Nachrichten von Erwachsenen, auch über Ebay Kleinanzeigen nahmen mutmaßliche Sextäter in dem Experiment Kontakt zu den Lockvögeln auf.

So meldeten sich zahlreiche User mit fragwürdigen Angeboten auf ein fiktives Inserat einer vermeintlichen Zwölfjährigen, die ihr Taschengeld durch Babysitting aufbessern wollte.

In einer Nachricht wollte ein User dem Mädchen 2500 Euro für Fotos von ihr bieten. In einer anderen fragte ein Nutzer, was sie denn für 600 Euro im Monat alles bereit wäre, zu machen.

Auch Hallaschka zeigte sich schockiert über das Ergebnis des Experiments: "Es war absolut erschreckend, wie zahlreich die Übergriffe im Chat waren und wie zielstrebig die Täter dabei vorgegangen sind. Viele der Männer haben keinen Zweifel daran gelassen, dass ihre sexuellen Übergriffe im Netz häufig auch eine Fortsetzung im realen Leben finden", so der Moderator.

Für viele Eltern müssen die Szenen, die am Montagabend über die TV-Bildschirme flimmerten, ein Schock gewesen sein. Das Experiment zeigte deutlich, wie schnell Kinder und Jugendliche im Netz der Gefahr sexueller Gewalt ausgesetzt sein können.

Hallaschka hofft nach dem Spezial laut eigener Aussage darauf, "dass dieser ungewöhnliche Fernsehabend bei RTL wirklich etwas zum Besseren verändern wird". Ein aktuelles Beispiel bei den Geiss-Töchtern zeigt, wie schnell sexuell anstößige Kommentare im Internet an Jugendliche gerichtet werden.

Titelfoto: TVNOW / Stefan Gregorowius

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