Stefan Raabs Kuppel-Show: Bei "FameMaker" gibt's schalldichte Gesangseinlagen

Köln - Isolation ist ein großes Thema in Corona-Zeiten. Insofern ist die ProSieben-Show "FameMaker" eigentlich die Idee der Stunde: Die Kandidaten treten unter einer gigantischen Glaskuppel auf, die sich auf sie herabsenkt. Ein Mensch im Goldfischglas - ein fast ikonisches Bild in Pandemie-Zeiten.

In der neuen ProSieben-Show "FameMaker" treten die Kandidaten unter einer gigantischen Glaskuppel auf - und werden nur anhand des optischen Eindrucks bewertet.
In der neuen ProSieben-Show "FameMaker" treten die Kandidaten unter einer gigantischen Glaskuppel auf - und werden nur anhand des optischen Eindrucks bewertet.  © Boris Breuer/dpa

In "FameMaker" aber geht es nicht um Viren, sondern - wie so oft, wenn Stefan Raab (53) seine Finger im Spiel hat - um Musik und Wettbewerb. 

Denn die Show, die am Donnerstag (17. September, 20.15 Uhr) startet, stammt aus dem Kopf des "Raabinators", wie ProSieben immer wieder offensiv betont.

Die Idee: Unter der Glaskuppel sind die Kandidaten zwar zu sehen, aber nicht zu hören. Dann singen sie ein Lied - und eine Jury muss nur anhand des optischen Eindrucks entscheiden, ob es eine Runde weiter geht oder nicht. 

Das Prinzip der erfolgreichen Castingshow "The Voice of Germany", bei der zunächst nur die Stimme zählt, wird sozusagen komplett umgekehrt.

Das Konzept hat seinen Reiz, weil es mit Vorurteilen spielt, die jeder in sich trägt. 

Bei der Jury, die aus den Comedians Carolin Kebekus, Luke Mockridge und Teddy Teclebrhan besteht, ist das nicht anders. 

Stefan Raab dabei, aber irgendwie auch nicht

Luke Mockridge (l.), Carolin Kebekus und Teddy Teclebrhan (r.) freuen sich auf alle Kandidaten, die bei "FameMaker" unter der Glaskuppel auftreten.
Luke Mockridge (l.), Carolin Kebekus und Teddy Teclebrhan (r.) freuen sich auf alle Kandidaten, die bei "FameMaker" unter der Glaskuppel auftreten.  © Willi Weber/ProSieben/dpa

Nicht weniger Reiz zieht die Show aus dem Namen Raab. Der 53-Jährige, der sich vor Jahren als Moderator vom Bildschirm zurückgezogen hat, wird bis heute bei vielen Zuschauern geradezu vergöttert. 

Bei jeder neuen Show, die er ins TV bringt, wird daher spekuliert: Beehrt uns "König Lustig" zumindest kurz mit seiner Anwesenheit?

ProSieben-Chef Daniel Rosemann tritt da erstmal auf die Bremse. "Ich glaube, ich kann vorweg nehmen: Er wird nicht unter der Kuppel auftreten. In keiner der Sendungen." Aber: Raab sei bei den Dreharbeiten dabei gewesen. 

Der "Raabinator": Er wird bei "FameMaker" dabei sein, aber irgendwie auch nicht. 

Seiner Idealisierung als Retter des Fernsehens kann das eigentlich nur weiter zuträglich sein. Zumal mancher Zuschauer bei "FameMaker" schauen wird, wie sich die Show von "I can see your voice" vom Konkurrenten RTL abheben kann. Auch dort geht es im Grunde nämlich darum, begabte Sänger von Hochstaplern zu trennen.

Das Finale soll als Live-Show ausgestrahlt werden - bereits am 1. Oktober. Moderiert wird sie von Eurovision-Song-Contest-Gewinner Tom Neuwirth (31), den man lange Zeit nur als Dragqueen unter dem Künstlernamen Conchita Wurst kannte.

Titelfoto: Boris Breuer/dpa

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