Fiasko beim "Supertalent": Einschalt-Quoten gehen erneut in den Keller

Köln - Es läuft derzeit alles andere als rund beim "Supertalent"! Am Samstag zeigte RTL die dritte Ausgabe der Castingshow, und die Einschaltquoten gingen erneut in den Keller. Der Grund: Viele Familien setzten bei ihrem abendlichen Programm auf bunte Kostüme und maskierte Sänger statt mit unter bizarre Auftritte von teils schrägen Kandidaten.

Lola Weippert (25) und Chris Tall (30) moderieren die RTL-Show "Das Supertalent".
Lola Weippert (25) und Chris Tall (30) moderieren die RTL-Show "Das Supertalent".  © Stefan Gregorowius/Tvnow/RTL/dpa

Schon zum Auftakt hatte die RTL-Show keine guten Quoten erreicht - dieser Trend wurde am gestrigen Samstag allerdings erneut unterboten.

Grund dafür war der Start der neuen Staffel der ProSieben-Erfolgsshow "The Masked Singer", bei dem zahlreiche Haushalte eingeschaltet hatten.

Wie DWDL.de am Sonntag berichtete, hatten ganze 1,64 Millionen Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren die maskierten Promis vor den Bildschirmen bei ihren Gesangseinlagen verfolgt. ProSieben erzielte damit einen Marktanteil von satten 24,1 Prozent!

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Beim "Supertalent" schalteten hingegen lediglich 1,35 Millionen Menschen (gesamt) ein, was einen Marktanteil von dürftigen 6,1 Prozent ergab.

Auch Kult-Moderator Kai Pflaume (54) konnte zur Primetime am Samstag einen tollen Erfolg verbuchen: So hatten sich 5,49 Millionen Zuschauer die Jubiläumsshow von "Klein gegen Groß" im Ersten angesehen, womit die Show einen Marktanteil von 21,0 Prozent erreichte.

Die Konkurrenz ließ das "Supertalent" damit weit hinter sich - und das, obwohl RTL die Show nach dem Ausscheiden von Pop-Titan Dieter Bohlen (67) noch umfangreich überarbeitet hatte.

"Supertalent"-Macher hatten Show-Konzept vor dem Start überarbeitet

Einige Teilnehmer der aktuellen ProSieben-Show "The Masked Singer" stehen auf der Bühne. Die Gesangs-Show erfreut sich bei den Zuschauern an großer Beliebtheit.
Einige Teilnehmer der aktuellen ProSieben-Show "The Masked Singer" stehen auf der Bühne. Die Gesangs-Show erfreut sich bei den Zuschauern an großer Beliebtheit.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Eine komplett neue Jury, neue Moderatoren und sogar neue Regeln sollten für einen starken Erfolg der Show sorgen, doch bereits vor der Ausstrahlung der ersten Folge war es für RTL nicht rund gelaufen.

Erst kamen Gerüchte auf, dass RTL reihenweise Absagen von mutmaßlichen Wunsch-Juroren kassiert hätte. Dann hatte Weltmeister Lukas Podolski (36) seinen Job als Juror noch während der Dreharbeiten an den Nagel hängen müssen, weil er positiv auf Corona getestet wurde.

Seinen Platz versuchten die Macher mit gleich mehreren Gasjuroren zu ersetzen - die konnten das Ruder jedoch auch nicht mehr herumreißen, wie die jüngsten Quoten deutlich gezeigt haben.

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Fraglich ist nun, wie es für das "Supertalent" weitergehen wird. Ob der Kölner Sender weitere Maßnahmen ergreifen wird, seine einst populäre Show zu retten, bleibt abzuwarten.

Titelfoto: Stefan Gregorowius/Tvnow/RTL/dpa

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