Murot trifft im Urlaub Doppelgänger, plötzlich ist dieser tot

Frankfurt am Main - Auch ein Kommissar braucht einmal Urlaub. Im neuen Wiesbaden-"Tatort" mit Ulrich Tukur (63) kann von Entspannung allerdings keine Rede sein.

Murot durchsucht die Garage seines Doppelgängers und dessen Ehefrau Monika Boenfeld (Anne Ratte-Polle, 46).
Murot durchsucht die Garage seines Doppelgängers und dessen Ehefrau Monika Boenfeld (Anne Ratte-Polle, 46).  © HR/Bettina Müller

Stattdessen wartet eine ganz neue Rolle auf LKA-Ermittler Murot.

Mit dem Titel "Die Ferien des Monsieur Murot" greift der "Tatort" des Hessischen Rundfunks, der am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird, einmal mehr zum cineastischen Zitat.

Mehr noch als an die klassische französische Komödie über die Ferien des Monsieur Hulot erinnert er allerdings an das "doppelte Lottchen" - wenn auch deutlich mörderischer und erwachsener als das Original.

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Nachdem Tukur seine darstellerische Vielseitigkeit im vergangenen Jahr in der "Tatort"-Variante von "Und täglich grüßt das Murmeltier" in immer neuen Varianten eines Todes unter Beweis stellen konnte, haben die Drehbuchautoren Ben Braeunlich (41) und Grzegorz Muskala (42, führte auch Regie) diesmal eine Doppelrolle für Tukur geschrieben.

Murot trifft auf Doppelgänger

Eigentlich will Kommissar Murot (Ulrich Tukur, 63) ein paar entspannte Tage im beschaulichen Taunus genießen. Doch dann kommt alles ganz anders.
Eigentlich will Kommissar Murot (Ulrich Tukur, 63) ein paar entspannte Tage im beschaulichen Taunus genießen. Doch dann kommt alles ganz anders.  © HR/Bettina Müller

In einem Biergarten trifft der Murot-Darsteller auf einen Autoverkäufer, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht.

Der Zufallsbegegnung folgt ein alkoholreicher gemeinsamer Abend samt Saunabesuch im Haus des Gebrauchtwagenhändlers.

Am nächsten Morgen wacht Murot verkatert in der Hollywoodschaukel des Gastgebers auf - und in dessen Klamotten. Denn sein Doppelgänger hatte einen Rollentausch angeregt - "nur ganz kurz".

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Was Murot zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Sein neuer Freund ist tot, auf dem Weg zu Murots Hotel wurde er auf der Landstraße von einem Auto überfahren.

Doch schnell wird klar, dass mehr dahinter steckt ...

Lohnt sich das Einschalten?

Ganz gewiss. Regelmäßige "Tatort"-Gucker wissen, dass die Fälle von Kommissar Murot mit gewöhnlichen Sonntagabend-Krimis nicht viel gemein haben.

Auch der inzwischen neunte Film mit Ulrich Tukur in der Rolle des kauzigen LKA-Ermittlers darf als ein experimenteller Exkurs in neue "Tatort"-Sphären verstanden werden. Das äußert sich zum einen dadurch, dass "Die Ferien des Monsieur Murot" von Beginn an mit einer Heimatfilm-artigen Atmosphäre daher kommt, zum anderen die Täter-Frage ungewohnt schnell geklärt ist.

Statt einer klassischen Mörderjagd entspinnt sich eine charmante Verwechslungskomödie, die vor allem von der - wie immer - grandiosen Performance ihres Hauptdarstellers getragen wird

Titelfoto: HR/Bettina Müller

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