Neuer Dresden-Tatort wird gedreht: Ermittler suchen den Mörder des Sanitäters

Coswig/Dresden - Der Termin am Filmset stand fest. Für den elften Dresden-Tatort "Rettung so nah" waren Interviews und Fotos an einem ungewöhnlichen Drehort geplant: In der Coswiger Firma Vitrinen und Glasbau sollte das Motiv "Rettungswache" gedreht werden. Wurde auch - aber ohne Presse.

Nicht nur die Ermittlerinnen Cornelia Gröschel (2.v.l.) und Karin Hanczewski (2.v.r.) stehen vor der Kamera von Lars R. Liebold (l.). Regisseurin Isabel Braak (Mitte) holte sich auch Torsten Ranft (r.) ins Team.
Nicht nur die Ermittlerinnen Cornelia Gröschel (2.v.l.) und Karin Hanczewski (2.v.r.) stehen vor der Kamera von Lars R. Liebold (l.). Regisseurin Isabel Braak (Mitte) holte sich auch Torsten Ranft (r.) ins Team.  © MDR/MadeFor/Daniela Incoronato

Auch hier schlug Corona zu. "Wir müssen als Sender Verantwortungsbewusstsein zeigen und alle Zusammenkünfte auf das notwendigste beschränken, um so die Risiken für eine weitere Verbreitung zu verringern", entschuldigte sich der MDR.

Schade, schade, denn gerade in diesem Tatort spielen zwei bekannte Mimen des Staatsschauspiels mit: Luise Aschenbrenner (24) und Torsten Ranft (59).

Für Luise Aschenbrenner ist es schon der dritte "Tatort", sie "kriminalisierte" schon in München (2019) und Berlin (2017). Auch Ranft kennt sich in der Krimi-Sparte aus - 1988 drehte er seinen ersten "Polizeiruf 110" - "Der Kreuzworträtselfall" machte ihn bekannt. Einsätze von "Soko Leipzig" bis "Zürich Krimi" folgten".

Seit Dienstag stehen die beiden Ensemble-Mitglieder nun für den Dresden-Tatort vor der Kamera. Die Geschichte: Während eines Einsatzes am Elbufer wird Rettungssanitäter Tarik mit einer Plastiktüte erstickt.

Seine junge Kollegin Greta (Luise Aschenbrenner) kann ihm nicht mehr helfen. Das Ermittler-Trio (Martin Brambach, Cornelia Gröschel, Karin Hanczewski) steht vor einem Rätsel. Ein zweiter Anschlag verunsichert die Rettungswache von Einsatzstellenleiter Peter Fritsche (Torsten Ranft). Greta lenkt sich mit abendlichen Verabredungen ab.

Sie ahnt nicht, dass sie dabei mit einem Trauma aus ihrer Vergangenheit konfrontiert wird und in höchster Gefahr schwebt.

"Die Zeit ist gekommen": Premiere im Rundkino mit oder ohne Stars?

Der nächste Dresden-Tatort "Die Zeit ist gekommen" wird am 5. April (20.15 Uhr) im Ersten gesendet. Doch (voraussichtlich) schon am 31. März (20 Uhr) wird der Krimi als Preview im Rundkino gezeigt - in Sachsens größtem Kinosaal mit 898 Plätzen.

Unsicher ist, ob das Ermittlerteam (Karin Hanczewski, Cornelia Gröschel, Martin Brambach) und Hauptdarsteller Max Riemelt vor Ort anwesend sein werden.

Denn es liegt im Ermessen eines jeden Schauspielers, ob er sich beim Selfie-Knipsen mit seinen Fans, Händeschütteln und Autogramme-Schreiben einer Ansteckungsgefahr mit Corona aussetzen will.

In "Woyzeck" stehen Torsten Ranft (l.) und Luise Aschenbrenner gemeinsam auf der Bühne des Schauspielhauses.
In "Woyzeck" stehen Torsten Ranft (l.) und Luise Aschenbrenner gemeinsam auf der Bühne des Schauspielhauses.  © Sebastian Hoppe
Gedrängel bei der "Tatort"-Preview im April 2019. Mittendrin die Hauptdarsteller Karin Hanczewski, Martin Brambach und Cornelia Gröschel (v.l.).
Gedrängel bei der "Tatort"-Preview im April 2019. Mittendrin die Hauptdarsteller Karin Hanczewski, Martin Brambach und Cornelia Gröschel (v.l.).  © Steffen Füssel
In der Coswiger Firma Vitrinen und Glasbau auf der Webereistraße wurden gestern Szenen für den "Tatort" gedreht.
In der Coswiger Firma Vitrinen und Glasbau auf der Webereistraße wurden gestern Szenen für den "Tatort" gedreht.  © Ove Landgraf

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