"Tatort" aus Berlin: Rubins letzter Fall - Drama programmiert

Berlin - Eine bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte, männliche Leiche wird aus der Spree geborgen. Die Ermittler Nina Rubin (Meret Becker, 53) und Robert Karow (Mark Waschke, 50) müssen im "Tatort: Das Mädchen, das allein nach Haus' geht" zunächst herausfinden, wer der Tote ist. Heute Abend um 20.15 Uhr ist der Fall im Ersten zu sehen.

"Tatort"-Fans müssen Abschied von Nina Rubin (Meret Becker, 53) nehmen.
"Tatort"-Fans müssen Abschied von Nina Rubin (Meret Becker, 53) nehmen.  © rbb/ARD/Hans Joachim Pfeiffer

Die Identität des Opfers ist aufgrund der Verletzungen und des fehlenden Kopfes nur schwer zu ermitteln. "Werkzeug: vermutlich eine Säge", spricht Karow am Fundort ins Diktiergerät. Aufschluss könnte jedoch eine Frau liefern, von der Rubin wenig später in der Dunkelheit verfolgt wird.

Julie Bolschakow (Bella Dayne, 34) will ins Zeugenschutzprogramm. In einem Souvenirladen erzählt sie der Kommissarin, was sie weiß: Der Tote war verdeckter Ermittler, die Fährte führt zu ihrem Mann Yasha (Oleg Tikhomirov, 33), einem führenden Mitglied der russischen Mafia in Berlin. Sie will auspacken.

Nina Rubin beschließt, ihr zu helfen und weiht die Kriminaldirektorin (Nadeshda Brennicke, 49) ein. Um die junge Frau nicht zu gefährden, muss Rubin die Details vor Karow verheimlichen - ein Loyalitätskonflikt entsteht. Im Verlauf der Ermittlungen spürt Karow mehr und mehr, dass etwas im Busch ist. Er fühlt sich von Rubins Verhalten verletzt. Das Thema Vertrauen war schon immer ein heikles Thema zwischen den beiden.

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Julie Bolschakow gerät jedoch zusehends in Lebensgefahr, weshalb ein ausgeklügelter Plan hermuss. Doch dabei kann nun Karow helfen. Wird es gelingen, die Frau aus den Fängen ihrer kriminellen Familie zu befreien?

Lohnt sich das Einschalten?

Was läuft da zwischen Robert Karow (Mark Waschke, 50, links) und Nina Rubin (Meret Becker, 53)?
Was läuft da zwischen Robert Karow (Mark Waschke, 50, links) und Nina Rubin (Meret Becker, 53)?  © rbb/ARD/Hans Joachim Pfeiffer
Die Kommissare legen sich mit der russischen Mafia an.
Die Kommissare legen sich mit der russischen Mafia an.  © rbb/ARD/Hans Joachim Pfeiffer

Ja, denn Nina Rubins letzter Fall ist dramatisch. Von Beginn an steht die Frage im Raum, in welchem Verhältnis die Kommissarin nun zu ihrem Kollegen steht. Lieben sie sich? Oder gehen sich die beiden so richtig auf den Geist? Die Antwort: beides. "Gefühle sind was für hässliche Menschen. Oder willst du irgendwas mit Liebe hören?", so Karow zu seiner Team-Partnerin.

Über 15 Folgen haben sich die beiden Hauptfiguren genervt, gekabbelt und schätzen gelernt. Bereits im vorletzten Fall wurde klar: Da läuft etwas zwischen Rubin und Karow. Deshalb ist das Finale auch ein Drama mit Ansage.

Als Rubin von ihrer Vorgesetzten gefragt wird, ob sie mit Karow in einer Beziehung ist, antwortet die Ermittlerin: "Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt's einen, der den Captain vögelt. Der Captain bin ich." Etwas dick aufgetragen, aber solche Sätze passen irgendwie auch zu Rubin. Mit Beckers Abschied geht beim RBB eine "Tatort"-Ära zu Ende, die 2015 begann. Schauspielerisch haben sie und Waschke harmoniert und den Coolness-Faktor der manchmal piefigen "Tatort"-Reihe deutlich erhöht.

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Rundum ist dieser Fall emotional, aber nichts für schwache Nerven. Karow greift auf eher unübliche Methoden zurück, um bei den Ermittlungen voranzukommen. So trennt er die Hand des Opfers ab, um einen Fingerabdruck zu rekonstruieren. Später wirft er noch ein totes Schwein in die Spree, um das Fließverhalten der Leiche zu bestimmen.

Diese Bilder sind nur schwer aus dem Kopf zu bekommen.

Titelfoto: rbb/ARD/Hans Joachim Pfeiffer

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