"Tatort": Genickschuss-Mordserie erschüttert Frankfurt

Frankfurt am Main - Die Wiesbaden-"Tatorte" um den LKA-Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur, 64) hatten schon immer ihren ganz eigenen Stil. Sie sind selten an Exzentrik zu überbieten – und das ist mit "Das Prinzip Hoffnung", den das Erste an diesem Sonntag (20.15 Uhr) ausstrahlt, nicht anders. Denn nicht nur, dass dieser Fall sehr philosophisch wird - Murot trifft auf Lars Eidinger (45), den Spezialisten für menschliche Ungetüme aller Art.

Felix Murot (Ulrich Tukur, 64) muss eine Mordserie aufklären.
Felix Murot (Ulrich Tukur, 64) muss eine Mordserie aufklären.  © HR/Bettina Müller

Der Schauspieler, der sich bislang drei Mal als unheimlicher Serienkiller Kai Korthals in Kiel mit Kommissar Borowski (Axel Milberg, 65) duellierte, schlüpft nun in eine ähnliche Rolle im Murot-Krimi. Zunächst allerdings nur als ein möglicher Verdächtiger.

Darum geht's: Eine Mordserie erschüttert Frankfurt. Drei Männer werden per Genickschuss getötet, zwischen den Opfern gibt es keinerlei Verbindung. Da es sich um zwei "Nicht-Deutsche" und einen Obdachlosen handelt, wird ein Täter aus dem rechten Milieu vermutet.

Nur Kommissar Murot hat einen anderen Verdacht.

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Er glaubt, die beiden ersten Morde dienten nur dazu, das Ganze wie eine Mordserie aussehen zu lassen, während es dem Täter in Wahrheit nur um das dritte Opfer ging: Jochen Muthesius, der frühere Philosophie-Professor von Murot.

"Tatort": Verrennt sich Murot?

Paul Muthesius (Lars Eidinger, Mitte) und Inga Muthesius (Karoline Eichhorn) gehören zu den Verdächtigen.
Paul Muthesius (Lars Eidinger, Mitte) und Inga Muthesius (Karoline Eichhorn) gehören zu den Verdächtigen.  © HR/Bettina Müller

Nach einer Familientragödie lebte der nämlich jahrelang auf der Straße. Und doch besaß er noch immer eine Villa und ein erhebliches Privatvermögen.

So geraten die drei verkorksten Kinder des Toten in den Fokus der Ermittlungen: Paul (Eidinger), ein exzentrischer Alleinunterhalter. Inga (Karoline Eichhorn, 56), eine Psychotherapeutin. Und Laura (Friederike Ott, 38), die mit dem Geld ihres Vaters eine Stiftung für Bedürftige gründete.

Während Murots Assistentin Wächter (Barbara Philipp, 56) mehr und mehr der Überzeugung ist, dass sich Murot verrennt, taucht ein neuer Verdächtiger auf: Jürgen von Mierendorff (Christian Friedel, 42), Nachbarssohn und Freund der Familie Muthesius, nun aber der rechten Szene zugehörig.

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Als Murot in dem zuweilen schrägen Kammerspiel erkennt, dass hier mehrere im Bunde sind und er nur dann eine Chance hat, wenn er sie gegeneinander ausspielt, geht er in die Offensive: "Töten Sie mich!", fordert er vor laufender Kamera.

Lohnt sich das Einschalten?

Ja, auch wenn dieser "Tatort" mehr Fragen aufwirft, als er am Ende löst, ist die Besetzung Eidinger und Tukur einfach zu stark.

Den Film "Murot und das Prinzip Hoffnung" könnt Ihr am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten und danach in der ARD Mediathek sehen.

Titelfoto: HR/Bettina Müller

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