Inhaber von Schoko-Firma wird in seiner Villa tot aufgefunden

Zürich - Ein traditionsreiches Unternehmen und Luxus, so weit das Auge reicht: Hans-Konrad Chevalier scheint ein "Schoggiläbe" (Schokoladenleben), also ein Leben auf der Sonnenseite, zu führen. Doch der Schein trügt. Der Firmeninhaber wird in seiner Villa am Zürichberg ermordet. Kommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher, 42) und ihre Kollegin Tessa Ott (Carol Schuler, 34) versuchen im "Tatort: Schoggiläbe", der Sonntagabend um 20.15 Uhr im Ersten läuft, den Mörder zu finden.

Claire Chevalier (Elisa Plüss, 32) will mit ihrem Verlobten Markus Oberholzer (Urs Jucker, 48) die Leitung der Firma übernehmen.
Claire Chevalier (Elisa Plüss, 32) will mit ihrem Verlobten Markus Oberholzer (Urs Jucker, 48) die Leitung der Firma übernehmen.  © ARD Degeto/SRF/Sava Hlavacek

Für Profilerin Ott ist es eine Rückkehr zu ihren Wurzeln. Sie ist in der noblen Gegend aufgewachsen und kennt die Familie Chevalier. Tochter Claire (Elisa Plüss, 32) ist unter mysteriösen Umständen zur Welt gekommen.

Mathilde (Sibylle Brunner, 81), die Mutter des Opfers, hat die Homosexualität ihres Sohnes nie akzeptiert. Nun streiten die beiden Frauen um die Leitung des Familienunternehmens "Chocolat Chevalier".

Neben einem Erbstreit als Motiv ist auch eine Beziehungstat möglich.

Die Ermittlerinnen finden den Stricher Dorian Lakatos (Csémy Balazs, 35), der eine Beziehung mit dem Ermordeten hatte. Bei der Aufklärung des Falls könnte die Haushälterin Esmeralda (Isabelle Stoffel, 48) helfen. Sie hat den Täter gesehen.

Doch seit der Mordnacht ist die junge Ausländerin untergetaucht, weil sie keine Arbeitserlaubnis hat und eine Abschiebung droht.

Während Grandjean und Ott den verschiedenen Spuren folgen, geraten sie selbst in tödliche Gefahr. Ott schafft es in einer lebensbedrohlichen Situation nicht, von ihrer Schusswaffe Gebrauch zu machen. Das hat Folgen.

"Tatort" Zürich: Lohnt sich das Einschalten?

Kommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher, 42, r.) und ihre Kollegin Tessa Ott (Carol Schuler, 34) suchen in der Villa des Opfers nach Spuren.
Kommissarin Isabelle Grandjean (Anna Pieri Zuercher, 42, r.) und ihre Kollegin Tessa Ott (Carol Schuler, 34) suchen in der Villa des Opfers nach Spuren.  © ARD Degeto/SRF/Sava Hlavacek

Nein! Dieser "Tatort" hat die Wirkung einer Schlaftablette. Keine Spannung, und die Geschichte vom ermordeten reichen Unternehmer ist abgedroschen.

Originell sollte offenbar die Idee sein, dass sich die Kommissarinnen und die Staatsanwältin Anita Wegenast (Rachel Braunschweig, 53) direkt an das Publikum wenden.

Aber in diesem Fall wirkt das äußerst merkwürdig. Mit Blick in die Kamera und das Scheinwerferlicht auf sie gerichtet, verbreiten die Frauen soziale Botschaften, die völlig fehl am Platze sind. Es geht plötzlich um Obdachlosigkeit, Amnesty International und Kritik am Kapitalismus. Gänzlich ohne Bezug zur Handlung, und man fragt sich: Was soll das?

In dieselbe Kategorie gehört auch der Gesang der Schauspielerinnen. Isabelle Grandjean singt auf dem Weg zum Tatort ein heiteres Lied.

Es scheint so, als würde sie sich freuen, endlich wieder die Leiche zu sehen. Staatsanwältin Wegenast hat stattdessen Spaß daran, einen Verdächtigen zu verhören. Sie singt dessen bisherige Straftaten auf die Melodie von der "Ode an die Freude".

Es gibt sicherlich schönere Dinge, die man besingen könnte. Zum Beispiel einen Sonntagabend, an dem man getrost auf den "Tatort" verzichten kann und Zeit für andere Dinge hat.

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