TV-Anwalt Ingo Lenßen: Die Scripted Reality ist leiser geworden

Berlin/Bodman-Ludwigshafen - TV-Anwalt Ingo Lenßen (60) ist seit fast 20 Jahren im Scripted-Reality-Geschäft und nimmt einen Wandel wahr.

Anwalt Ingo Lenßen (60) meint, die Charaktere in den Scripted-Reality-Formaten seien heute vielschichtiger geworden.
Anwalt Ingo Lenßen (60) meint, die Charaktere in den Scripted-Reality-Formaten seien heute vielschichtiger geworden.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

"Wir sind ruhiger und leiser geworden, weil die Geschichten andere geworden sind", sagte der 60-Jährige im dpa-Interview am Rande von Dreharbeiten in Berlin.

"Also, ich spreche jetzt für die Formate, in denen ich mitgewirkt habe. Wir erzählen nicht mehr mit so einer großen Fallhöhe, ich halte uns mit unseren Geschichten heute für relevanter.

Wir erzählen nicht mehr von Totschlag oder Vergewaltigung, sondern über die alltäglichen Probleme der Menschen. Es sind Fälle wie (...) 'In was kann ich nach einer Unfallflucht hineingeraten?' oder (...) 'Fahre ich mit einem Geständnis besser?'"

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Charaktere seien heute vielschichtiger, so Lenßen: "Wir versuchen, in der Kürze der Folge auch weg vom klassischen Schwarz-Weiß-Bild zu kommen, stattdessen eine Brüchigkeit der Charaktere aufzuzeigen."

Vom kommenden Montag an (2. August) sind beim Privatsender SAT.1 100 frische Folgen der Scripted-Reality-Doku "Lenßen übernimmt" zu sehen. Die in Berlin gedrehten neuen Episoden laufen werktags um 17 Uhr. Lenßen betreibt nahe Konstanz am Bodensee eine Anwaltskanzlei.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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