Tatort: Wie weiter mit Dortmunds Faber - und kann sich Münster nach Quoten-Flop wieder fangen?

Münster/Dortmund - Zwei Tatsachen brachten Tatort-Fans in der jüngsten Zeit durcheinander: zum einen der unerwartete Tod der Dortmunder Kommissarin und damit verbunden ihr Ausstieg und zum anderen die relativ schlechte Quote des Münster-Flaggschiffs. Auch inhaltlich sorgten Professor Boerne und Co. zuletzt für Missstimmung...

Dortmunds langjähriges "Tatort"-Team ist Geschichte - Kommissar Faber wird im neuen Fall (zunächst) krankgeschrieben sein.
Dortmunds langjähriges "Tatort"-Team ist Geschichte - Kommissar Faber wird im neuen Fall (zunächst) krankgeschrieben sein.  © WDR/Thomas Kost

Wie geht es nun weiter mit den unterschiedlichen Tatort-Teams? Derzeit laufen die Dreharbeiten zu neuen Folgen auf Hochtouren.

Zum einen legt für Dortmund sogar Kommissar Faber (Jörg Hartmann, 52) höchstpersönlich Hand an. Er liefert als Co-Autor das Drehbuch, hat also quasi alles selbst in der Figuren-Hand.

Vor einer Woche sind in Dortmund die Dreharbeiten für den "Tatort – Du bleibst hier" gestartet. Kommissar Faber ist noch nicht wieder in den Dienst zurückgekehrt - zu schwer wiegt der Tod von Martina Bönisch (Anna Schudt, 47), die im Fall "Liebe mich" in seinen Armen starb. Faber selbst ist krankgeschrieben. Als im Dortmunder Westpark eine große Blutlache entdeckt wird, übernehmen zunächst Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger, 34) und Jan Pawlak (Rick Okon, 32) die Ermittlungen.

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Für Hartmann ist es seine erste Drehbucharbeit. Die Regie übernimmt wieder Richard Huber (63), der bereits "Sturm" (2017) und "Inferno" (2019) für Dortmund abgeliefert hatte. Da können sich die Fans absolut sicher sein, dass mit "Du bleibst hier" ein Kracher entstehen wird!

Dass Bönisch fehlen wird und solche Dortmund-Kracher wie "Tollwut" (2020, die Folge mit dem legendären "Mitleids-F***"), muss Hartmann nun geschickt austarieren. Und das tut er auch, denn Fabers Vater kommt ins Krimi-Spiel, mit dem neue Konflikte ins Tatort-Leben treten werden...

Nach Quoten-Flop - so geht's in Münster weiter

Frank Thiel (Axel Prahl, 61) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 57) drehen momentan den 42. Fall in Münster.
Frank Thiel (Axel Prahl, 61) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, 57) drehen momentan den 42. Fall in Münster.  © WDR/Bavaria Fiction GmbH/Thomas Kost

Der jüngste Münster-Fall hatte es bei den Fans schwer - "nur" 11 Millionen haben zugeschaut im wirren Fall. Der quotenverwöhnte Professor Boerne (Jan Josef Liefers, 57) musste Federn lassen.

Hat es sich ausgeblödelt, wie manche Fans unken? Denn, wer die Kommentare unter dem offiziellen Facebook-Auftritt des Tatorts "Propheteus" durchlas, traute wohl kaum seinen Augen: Fast alle (!) Fans lehnten den jüngsten Tatort rund um den eitlen Professor Boerne und den prollenden Kommissar Thiel (Axel Prahl, 61) ab!

Jetzt gibt's Nachschub - auch die Dreharbeiten in Münster laufen derzeit - für "Recht, wem Recht gebührt", so der Arbeitstitel. Das wird der dann 42. (!) Blödel-Tatort aus Münster. Bleibt für die Fans nur zu hoffen, dass es wieder bergauf geht. Grund zur Hoffnung besteht; ein junger Anwalt wird ermordet - und Prof. Boerne wieder mittendrin im dekadenten Geschehen...

Die Ausstrahlung beider neuen Tatorte ist für 2023 geplant.

Titelfoto: WDR/Bavaria Fiction GmbH/Thomas Kost

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