"Unter uns" trotzt Corona: So laufen die Dreharbeiten in der Pandemie ab

Köln - Bei der beliebten RTL-Soap "Unter uns" sorgt die Corona-Pandemie seit Monaten für anstrengende Einschränkungen bei den Dreharbeiten. Schauspieler, Kamera-Leute und die "Unter Uns"-Mitarbeiter greifen zu vielen Tricks beim Dreh unter Corona-Regeln. TAG24 hat bei Senior-Producerin Mara Heindi nachgehakt.

Till (Constantin Lücke), Ute (Isabell Hertel) in einer neuen Folge von "Unter uns".
Till (Constantin Lücke), Ute (Isabell Hertel) in einer neuen Folge von "Unter uns".  © TVNOW / Stefan Behrens

TAG24: Welche grundsätzlichen Einschränkungen gelten momentan am Set von "Unter uns" und welche Dreh-Regeln und Beschränkungen gelten für die Schauspieler?

Mara Heindi: "Grundsätzlich gibt es Regeln von der Landesregierung für Film- und Fernsehschaffende, an die wir uns selbstverständlich halten, um unsere Arbeit zu sichern und zu gewährleisten. Auch die Schauspieler folgen dem gebotenen Sicherheitsabstand von 1,50 Meter und tragen, bis zur Aufzeichnung, alle eine Maske.

TAG24: Welche Szenen werden momentan aufgrund der Corona-Pandemie nicht gedreht?

Mara Heindi: Das sind Liebesszenen, in denen sich die Schauspieler hautnah berühren müssten.


TAG24: Mit welchen Tricks und Hilfsmitteln lassen sich Kontakt-Szenen oder Gruppenszenen augenscheinlich näher zusammen drehen oder doch noch realisieren?

Mara Heindi: Nachdem wir am Anfang der Pandemie genauso verunsichert waren wie der Rest der Republik, konnten wir durch viel Kreativität im Laufe der Monate einiges möglich machen. Ein großes Hilfsmittel sind hier FFP3 Masken, aber auch die geschickte Bildauflösung der Regisseure, die besondere Kameraeinstellungen wählen sowie Kameraoptiken, die mehr Nähe suggerieren können, als de facto da ist.

"Unter Uns"-Schauspieler wollen Zuschauern eine Auszeit mit Unterhaltung bieten

Sharon Berlinghoff (25) spielt bei "Unter uns" Vivien Köhler.
Sharon Berlinghoff (25) spielt bei "Unter uns" Vivien Köhler.  © Instagram/Sharon_Berlinghoff

TAG24: Wie häufig müssen sich die Mitarbeiter und Schauspieler einem Corona-Test unterziehen?

Mara Heindi: Wir hatten bis jetzt sehr viel Glück und konnten weitestgehend auf Tests verzichten.

Wir bitten jeden Mitarbeiter, sollte er Symptome aufweisen, zu Hause zu bleiben. Das gilt auch für die Kollegen, die Kontakt in den Familien oder im Freundeskreis hatten – je nach Fallsituation wurde dann auch ein Test gemacht.

Unser Produktionsverfahren lässt das Planen und Drehen mit Tests schlecht zu, da wir unter Umständen unsere Tagesdisposition über den Haufen werden müssen und das jede Planung erschwert. Der Aufwand ist einfach zu hoch.

TAG24: Wie nehmen die Schauspieler die Einschränkungen auf Dauer an und was schränkt sie am meisten ein?

Mara Heindi: Schauspieler folgen ihren Impulsen und müssen hier nun häufig eine Alternative finden, was auf der einen Seite oft eine Lehrstunde ist, auf der anderen Seite aber natürlich auch bedauert wird.

Bevor wir die Lösung mit den FFP3 Masken hatten, war es unter den „Verliebten“ sehr, sehr schwierig, das Bedürfnis, sich in den Arm zu nehmen und zu küssen, lediglich über begehrliche Blicke zu spielen. Das schränkt das Spiel ein. Man ist halt einfach nicht frei.

Alle geben aber immer und zu jeder Zeit ihr Bestes und bringen Ideen ein und so ist es am Ende doch möglich, die Zuschauer bestmöglich zu unterhalten und zu erfreuen und ihnen die Auszeit zu ermöglichen, die sie sich in diesen Zeiten so dringend ersehnen.

Titelfoto: TVNOW / Stefan Behrens

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