Wolfgang Stumph einmal mehr als erfolgreicher Kommissar: Ein Stubbe zum 75.!

Dresden - Die starke Präsenz im Fernsehen hat nachgelassen, umso bemerkenswerter ist es, wenn Wolfgang Stumph doch wieder auf dem Bildschirm erscheint. Am 30. Januar, einen Tag vor seinem 75. Geburtstag, wird er in seiner Paraderolle als Kriminalkommissar Wilfried Stubbe in einer neuen Folge (ZDF) auftreten.

Die Stumphs: Wolfgang (74) und Tochter Stephanie (36).
Die Stumphs: Wolfgang (74) und Tochter Stephanie (36).  © ZDF/Rudolf Wernicke

Dabei ist von einer neuen Folge zu sprechen, streng genommen, nicht ganz korrekt, insofern die originale Serie "Stubbe - Von Fall zu Fall" 2014 mit der 50. Folge ihr Ende fand. Was danach kam, ist ein eigenes Special-Format, heißt schlicht "Stubbe", zuzüglich des jeweiligen Filmtitels, in diesem Fall "Tödliche Hilfe". Das zweite Special. Das erste, "Tod auf der Insel", lief vor zwei Jahren.

Inhaltlich ist die Grenze zwischen der Serie und den späteren Filmen markiert durch Stubbes Eintritt in den Ruhestand. An dieser Stelle ergibt sich eine Parallele zu seinem Darsteller Stumph.

Der wurde als freischaffender Künstler nicht, wie der Beamte Stubbe, in die Rente genötigt, doch legte er stets großes Gewicht auf die Glaubwürdigkeit seiner Filmfigur, auch was die Übereinstimmung im Alter anbetrifft.

Stumph höchstselbst war es, der darauf bestand, Stubbe in den Ruhestand zu schicken, um ein Stück gesellschaftlicher Wirklichkeit abzubilden.

68 Jahre alt war er zu diesem Zeitpunkt. Ruhestandsalter eben.

Christiane Stubbe bringt Ermittlungen ins Rollen: Wilfried lässt sich nicht lange bitten!

So ist das "Special"-Format eines, das Stubbe sozusagen als Rentner-Cop ausweist. Wo er auftaucht, wird gemordet, und natürlich kann einer wie er davon die Finger nicht lassen.

Im ersten Film "Tod auf der Insel" ermittelte er auf der fiktiven Nordseeinsel Wittsund, im neuen Film sind die Schauplätze, wie früher in der Serie, in Hamburg und Dresden angesiedelt.

Stubbes Tochter Christiane, die als freie Journalistin in Hamburg lebt, bringt die Ermittlungen ins Rollen, als sie von einem Dresdner Jugendfreund um Hilfe bei der Aufklärung des Todes seiner pflegebedürftigen Mutter gebeten wird. Da lässt sich der Vater nicht lange bitten.

Tochter Christiane wird wieder gespielt von Stephanie Stumph (36), Tochter des Hauptdarstellers, die mit dieser Rolle erwachsen wurde; 1995 war die erste Folge ausgestrahlt worden.

Auch Drehbuchautor Peter Kahane (71) ist wieder mit dabei, er hatte die Serie einst mitentwickelt. Regisseur Andreas Herzog (53) hingegen ist ein "Stubbe"-Neuling.

Was die Serie immer auszeichnete, war die gute Quote auf dem besten Sendeplatz der Woche, Samstagabend, viertel nach acht. Meist war Stubbe sogar Quotensieger.

Würde das sechs Jahre nach Ende der Serie wieder gelingen, wäre es ein Kunststück. Und ein passendes Geburtstagsgeschenk für Wolfgang Stumph.

Titelfoto: ZDF/Rudolf Wernicke

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