ZDF: "Unangenehme Fragen dürft Ihr gar nicht stellen!"

Mainz - Das ZDF muss sich regelmäßig mit Kritik auseinandersetzen und argumentiert mit Usern auf Facebook. Diesmal meckert "Hans-Peter S." Die Kritik lautet: "abgesprochene Fragen bei Politikern".

Das ZDF muss sich regelmäßig mit Kritik auseinandersetzen.
Das ZDF muss sich regelmäßig mit Kritik auseinandersetzen.  © Facebook/ZDF

"Die Fragen (an die Politiker) werden doch schon vorher abgeklärt, sonst kommen diese Damen und Herren doch gar nicht zu Euch zum Interview. Die wirklich unangenehmen Fragen dürft Ihr auch gar nicht stellen, und Nachhaken ist sehr schnell erledigt!!!", ist sich Hans-Peter S. sicher.

Und die ZDF-Antwort kommt prompt: "Wird eine Politikerin oder ein Politiker in eine Sendung eingeladen, bekommen diese Infos über das Format der Sendung und welche Themenblöcke in den Sendungen vorkommen könnten."

Konkrete Fragen würden im Vorfeld nicht abgesprochen. "Bei aktueller Politik, insbesondere zur Bundestagswahl, wissen die Politikerinnen und Politiker nicht, um welchen Themenblock es geht."

Die Wollnys: Sparfuchs: So viel gibt Silvia Wollny wöchentlich im Supermarkt aus
Die Wollnys Sparfuchs: So viel gibt Silvia Wollny wöchentlich im Supermarkt aus

Die sich im Anschluss anbahnende Diskussion auf Facebook zeigt: Es gibt viele Zuschauende, die tatsächlich der Meinung sind, dass es "gelenkte" Talkshows gebe ("Glaube ich nicht. Fernsehen besteht nur aus Lug, Betrug und Verarsche.").

Aber auch anerkennende Statements finden sich wie dieser: "Liebes ZDF, große Anerkennung dafür, dass Ihr auch die dümmsten Fragen noch höflich und respektvoll beantwortet. Ihr müsst oft ausbaden, was das Bildungssystem verbockt hat - wie im Fall Hans-Peter."

ZDF-Kritik führt regelmäßig zu Diskussionen

"Butter bei die Fische": Welchen Sinn sollte es für einen Journalisten machen, a) sich vorher abzusprechen (da kann man es ja gleich lassen) oder b) die Themenkomplexe im Vorfeld nicht grob abzustecken (da wäre der Nutzwert auch null).

Das ZDF muss sich übrigens regelmäßig mit Kritik der User auseinandersetzen. Mal geht es um Markus Lanz (52), der in seiner Sendung niemanden aussprechen lasse, mal scheinen die Gebühren (früher "GEZ", derzeit 17,50 Euro pro Haushalt, ausgenommen sozial-schwache Bürger) zu hoch "für angeblich zu viele Sportsendungen". Jüngst war die "Senderflut" bei den Öffentlich-Rechtlichen Thema (TAG24 berichtete) oder um "zahlreiche Wiederholungen" im ÖR.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

Mehr zum Thema TV & Shows: