Vom Arbeitsminister zum Küchen-Gehilfen: Hubertus Heil liefert Essen

Potsdam – Hat er nach Jahren als Arbeitsminister des Bundes nun seine wahre Berufung gefunden – und zwar in der Küche?

Hubertus Heil (47, SPD) nimmt aus einem Transporter eine Kiste mit Essen heraus.
Hubertus Heil (47, SPD) nimmt aus einem Transporter eine Kiste mit Essen heraus.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Auch wenn das Erscheinungsbild des 47-Jährigen vermuten lässt, dass er gerne kocht oder sich bekochen lässt, kann Entwarnung gegeben werden. Der SPD-Politiker behält vorerst sein Amt – genug zu tun hat er damit in der schwierigen Zeiten der Coronavirus-Krise ja allemal.

Dennoch ließ es sich der schwer beschäftige Mann nicht nehmen, am Freitagvormittag eine Potsdamer Küche aufzusuchen, in der für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche gekocht wird – und das auch (oder gerade) in Zeiten der Pandemie.

Wie sich das für eine vorbildliche Person der Öffentlichkeit gehört, legte selbstverständlich einen blau gefärbten Mundschutz an, der korrekterweise auch die Nase bedeckte. (Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigte Armin Laschet neulich.)

Selbst ist der Mann

Der Arbeitsminister besuchte eine Küche in Potsdam.
Der Arbeitsminister besuchte eine Küche in Potsdam.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Doch Hubertus wäre nicht heil, wenn er – anstatt dem munteren Küchentreiben bloß zuzuschauen und sich nach dem Befinden der Mitarbeiter zu erkundigen – nicht auch selbst Hand anlegen würde. 

Und so packte er die schweren, mit Essen gefüllten Kisten aus einem Transporter und trug sie dort hin, wo sie hingehören. Der sonst so feine Anzugträger hat ganz offensichtlich kein Problem damit, sich auch mal die Hände schmutzig zu machen.

In der Küche angekommen warf er sich ein mehr oder weniger stylisches, aber immerhin keimfreies Gewand um und zog sich durchsichtige Gummihandschuhe an, damit Viren erst gar keine Chance hatten.

Im Schlepptau beim Termin im Bisamkiez hatte der Sozialdemokrat einen bekannten Parteikollegen, nämlich niemand Geringeren als Oberbürgermeister Mike Schubert (47, SPD), der sich natürlich ebenfalls nicht scheute, mit anzupacken.

Ob die Prominenten auch mal umrühren durften, ist nicht überliefert. Zeit für Pressefotos zumindest war jedoch selbstverständlich drin. Die sonst so perfekt sitzenden Lächeln blieben hinter den Stofffetzen zwar verborgen, aber die gute Laune ist den Herren dennoch anzusehen. Na dann, Mahlzeit!

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Unterhaltung:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0