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Linke mauern Büro von rechtsextremen Aktivisten zu

Linke Aktivisten haben in Dresden das Büro von Ein Prozent für Deutschland zugemauert.
Linke mauern das Büro auf der Lingner Allee in Dresden zu.

Dresden – Linke statteten am Mittwoch dem rechten Vereins "Ein Prozent für Deutschland" auf der Lingner Allee einen "Besuch" ab und mauerten deren Bürotür zu.

Das teilten die Aktivisten in einer Pressemitteilung mit. Sie wollten damit das Büro des Vereins symbolisch schließen.

"Ziel war es, dem Verein zu vermitteln, dass dessen Agieren beobachtet wird und nicht unkommentiert bleibt", heißt es in einer Stellungnahme. Demnach sei die Aktion Teil der deutschlandweiten Kampagne "Nationalismus ist keine Alternative".

"Die Polizei wurde verständigt, wir waren vor Ort und haben eine Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen", bestätigte ein Polizeisprecher gegenüber TAG24 den Vorfall.

"Ein Prozent" gilt als Vertreter der "Neuen Rechten". Hinter der Initiative steckt die "Identitäre Bewegung". Sie selbst versteht sich als eine Art "Greenpeace für Deutschland", die mit Aufsehen erregenden Aktionen, wie etwa der Besetzung des Brandenburger Tores, auf sich aufmerksam machen. Auch bei der Aktion "Defend Europe" im Mittelmeer, bei der Rettungsaktionen für Flüchtlinge behindert werden sollten, waren sie beteiligt.

In Dresden sollen sie zuletzt daran beteiligt gewesen sein, Deutschlandfahnen und ein Spruchband am Blauen Wunder aufgehängt und damit zur Wahl der AfD aufgerufen zu haben (TAG24 berichtete).

Die Aufnahme stammt von den linken Aktivisten der Aktion "Nationalismus ist keine Alternative".

   

Fotos: NIKA