Bessere Noten durch Ausschlafen? Erste Schule macht den Spätaufsteher-Test

Leipzig - Hoffnung für Morgenmuffel und Langschläfer! Um Schülern im Teenager-Alter einen gesünderen Tagesablauf und vielleicht bessere Noten zu ermöglichen, wird der Unterricht in einer Leipziger Schule versuchsweise um eine Stunde nach hinten verschoben. Das hat vor allem wissenschaftliche Gründe.

Das Gymnasium am Palmengarten Leipzig in der Karl-Heine-Straße 22b.  © Ralf Seegers

Im Alter von 12 bis 14 Jahren verschiebt sich der Schlafrhythmus nach hinten. Die Jugendlichen benötigen zwar noch immer so viel Schlaf wie bisher, schlafen aber später ein.

Etwa 80 Prozent von ihnen erleben ihr erstes Leistungshoch gegen 10 Uhr - früh um 7, wenn sie heutzutage längst wach sein müssen, hätten sie eigentlich noch eine wichtige Tiefschlafphase.

Wenn zum neuen Schuljahr das Gymnasium am Palmengarten neu eröffnet, müssen sich die Siebtklässler erst um 8.50 Uhr zum Unterricht einfinden.

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Auch das gegen 14 Uhr beginnende zweite Konzentrationshoch wird dann mitgenommen.

Das Konzept wurde zwischen Schülern, Eltern und Lehrern demokratisch abgestimmt. Damit noch genügend Zeit für Nachmittagsaktivitäten bleibt, endet die letzte Stunde gegen 15.35 Uhr. Wissenschaftler wollen das Versuchsjahr begleiten.

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Teenager können nichts dafür, dass sie früh müde sind. Die biologische Uhr ändert sich.  © imago images/Westend61

Wissenschaftler wollen das Versuchsjahr begleiten.

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