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Deutschland – "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!" Ein Satz, der in Deutschland so häufig fällt wie selten zuvor. Ob am Familientisch, im Büro oder auf Social Media: Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Grenzen des Sagbaren immer enger gezogen werden.
Doch stimmt das überhaupt – oder verwechseln wir heutzutage schlicht Meinungsfreiheit mit Freiheit von Widerspruch?
Darüber diskutieren wir diese Woche im Podcast "Unglaublich…" unter dem Titel: "Was man heute nicht mehr sagen darf…".
Die Allensbach-Zahlen: Die gefühlte Unfreiheit im Alltag
Juristisch gesehen garantiert das Grundgesetz in Artikel 5 eine extrem weitgehende Meinungsfreiheit. Staatliche Zensur findet nicht statt. Dennoch zeichnen Umfragen ein völlig anderes Bild der Wahrnehmung:
Laut dem Allensbach-Institut empfanden im Oktober 2025 nur noch 46 Prozent der Befragten die Freiheit, ihre politische Meinung unbeschwert zu äußern.
Ganze 44 Prozent meinten, es sei im Alltag besser, vorsichtig zu sein. Das Gefühl nicht mehr frei seine Meinung sagen zu können, reicht längst weit in die Mitte der Gesellschaft hinein.
Menschen fürchten oft nicht das Gesetz, sondern die sozialen Kosten: Shitstorms, berufliche Nachteile oder die Ausgrenzung im Bekanntenkreis.
Unwörter, Sprachwandel, Cancel Culture
Ob Sprachdebatten um Indianer, Mohrenkopf und Zigeunerschnitzel, Kritik an der Migrationspolitik, Zweifel am Ausmaß von Klimamaßnahmen oder Skepsis gegenüber dem Gendern – die Reizthemen sind vielfältig.
Gleichzeitig häufen sich Fälle von "Cancel Culture": Von ausgeladenen Wissenschaftlerinnen an Universitäten wie der Biologin Marie-Luise Vollbrecht bis hin zu abgesetzten Moderatorinnen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.
Einige Organisationen und Leitfäden versuchen zwar, diskriminierungssensible Sprache zu fördern. Bei vielen Bürgern erzeugt der rasante Wandel jedoch Überforderung oder Trotz – sie empfinden den sanften Druck als bevormundende Erziehung von oben.
Erregung als Geschäftsmodell
Genau in diese Lücke stoßen politische Akteure und sogenannte "Erregungs-Unternehmer" auf YouTube, TikTok oder Spotify. Mit Sätzen wie "Die Medien verschweigen euch die Wahrheit!" bedienen sie gezielt das Gefühl der Unfreiheit.
Der kalkulierte Tabubruch wird zur profitablen Währung für Reichweite und Spenden.
TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne und Politikberater Peter Stawowy ordnen die Mechanismen ein, analysieren die Macht der Algorithmen und fragen, wo gesunder Verstand endet und echte Radikalisierung beginnt.
Wie wir wieder lernen, miteinander zu streiten
Am Ende bleibt die zentrale Zukunftsfrage: Haben wir als Gesellschaft verlernt, andere Meinungen einfach mal auszuhalten, ohne sofort die Moralkeule zu schwingen?
Die Antworten darauf – von den historischen Vergleichen mit echter Zensur in der DDR bis hin zur Frage, wie wir den Weg aus der Polarisierung finden – hörst Du in der neuen Folge von "Unglaublich…".
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Hier ist die aktuelle Folge des Unglaublich-Podcasts
"Unglaublich… Der Podcast" ist eine Produktion der TAG24 NEWS Deutschland GmbH.
In diesem Beitrag wurden KI-generiertes Symbolbilder verwendet. Inhalt redaktionell geprüft.