AOK-Report zeigt: Sachsen meldet sich seltener krank

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Sachsen – Die gute Nachricht zuerst: Die Beschäftigten in Sachsen waren im ersten Halbjahr 2026 etwas seltener krankgeschrieben als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das zeigt der aktuelle Gesundheitsbericht der AOK PLUS.

Der Krankenstand sank leicht von 6,9 auf 6,7 Prozent. Auch die Zahl der Krankheitstage ging zurück. Trotzdem geben die neuen Zahlen keinen Grund zur Entwarnung.

Warum, erfahrt Ihr jetzt.

Mehr als jeder Zweite war krankgeschrieben

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Sachsen war im ersten Halbjahr krankgeschrieben.  © AOK PLUS

Für den Gesundheitsbericht hat die AOK PLUS die Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 1,03 Millionen bei ihr versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Sachsen ausgewertet.

Von Januar bis Juni 2026 war etwas mehr als die Hälfte der sächsischen Berufstätigen mindestens einmal krankgeschrieben, das entspricht 54,3 Prozent.

Im Vorjahr lag der Wert noch bei 56,4 Prozent.

Im Durchschnitt fielen Beschäftigte an rund zwölf Kalendertagen aus. Insgesamt fehlten damit an einem Tag durchschnittlich 6,7 Prozent krankheitsbedingt am Arbeitsplatz.

Trotz des Rückgangs liegt Sachsen weiterhin über dem bundesweiten Krankenstand von 6,4 Prozent.

Höhere Krankenstände wurden in Mecklenburg-Vorpommern (7,5 Prozent), Thüringen (7,4 Prozent) und Sachsen-Anhalt (7,3 Prozent) registriert.

Warum die Zahlen weiterhin Sorgen machen

Langzeiterkrankungen verursachen fast 40 Prozent aller Fehltage in Thüringen.  © AOK PLUS

Besonders auffällig: Nur wenige Krankheitsfälle verursachen einen großen Teil der Fehlzeiten.

Zwar dauerte nur etwa jeder 25. Krankheitsfall länger als sechs Wochen. Diese Langzeiterkrankungen verursachten jedoch 39 Prozent aller Fehltage im ersten Halbjahr 2026.

Dr. Stefan Knupfer, Vorstand der AOK PLUS, sagt: "Der leichte Rückgang ist erfreulich. Gleichzeitig liegen die Fehlzeiten weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders Langzeiterkrankungen fallen ins Gewicht. Nur vier Prozent der Krankheitsfälle verursachen fast 40 Prozent aller Fehltage. Das zeigt, wie wichtig es ist, Gesundheit möglichst früh zu stärken und Risiken zu reduzieren."

Wo in Sachsen die Beschäftigten am seltensten krank waren

Regional gibt es deutliche Unterschiede. Den niedrigsten Krankenstand verzeichnete Dresden mit 6,1 Prozent.

Ebenfalls vergleichsweise niedrige Werte wurden in Chemnitz und im Vogtlandkreis erfasst.

Am höchsten lag der Krankenstand in den Landkreisen Bautzen, Leipzig und Nordsachsen mit jeweils 7,3 Prozent.

Diese Krankheiten führen am häufigsten zur Krankschreibung

Atemwegs- und Muskel-Skelett-Erkrankungen führen am häufigsten zu Fehltagen.  © AOK PLUS

Wie schon in den Vorjahren waren Atemwegserkrankungen (26,0 Prozent) der häufigste Grund für eine Krankschreibung.

Es folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (12,4 Prozent), Verdauungserkrankungen (7,6 Prozent) sowie psychische Erkrankungen (6,2 Prozent).

Die meisten Fehltage verursachten Muskel- und Skeletterkrankungen. Sie standen für 18,9 Prozent aller Krankheitstage.

So will die AOK PLUS gegensteuern

Für die AOK PLUS liegt die Lösung vor allem in Prävention und Gesundheitsförderung. Das beginnt im Betrieb mit gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen, Bewegungsangeboten oder Maßnahmen gegen Stress.

Gleichzeitig unterstützt die Gesundheitskasse ihre Kundinnen und Kunden ganz individuell mit Vorsorgeangeboten wie Impfungen, Veranstaltungen und digitalen Angeboten wie der App AOK NAVIDA dabei, gesund zu bleiben.

Mit den Gesundheitskursen der AOK PLUS lassen sich gesunde Gewohnheiten in den Alltag integrieren.  © AOK PLUS

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Ob Entspannung, Achtsamkeit, Ernährung oder Bewegung: Kundinnen und Kunden können mit Gutscheinen jedes Jahr an zwei zertifizierten Gesundheitskursen kostenfrei teilnehmen. So lassen sich gesunde Gewohnheiten unkompliziert in den Alltag integrieren.

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Knupfer betont: "Unser Ziel ist es, den Menschen mehr gesunde Jahre zu ermöglichen. Deshalb wollen wir Gesundheit nicht erst dann begleiten, wenn Menschen krank werden, sondern sie dabei unterstützen, möglichst lange gesund zu bleiben."

>>> Hier geht's zum kompletten Gesundheitsbericht für Sachsen.