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AOK PLUS – Die AOK Plus macht jetzt auf Schutzimpfungen aufmerksam, die das ganze Jahr über wichtig sind.
Denn viele denken beim Thema Impfung vor allem an Herbst und Winter.
Doch Infektionskrankheiten können jederzeit schwere Folgen haben – besonders für ältere Menschen, Säuglinge oder Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Dazu gehören Herpes Zoster, besser bekannt als Gürtelrose, sowie Pneumokokken-Infektionen
Wir haben zusammengefasst, was Ihr jetzt wissen müsst.
Warum Gürtelrose mehr als nur ein Hautausschlag ist
Fast jeder Erwachsene trägt das Varizella-Zoster-Virus in sich. Nach einer Windpocken-Erkrankung bleibt es lebenslang im Körper und kann Jahre später als Gürtelrose wieder aktiv werden.
Typisch sind schmerzhafte Hautausschläge und Bläschen. Bei vielen Betroffenen halten die Schmerzen auch nach dem Abheilen an. Die sogenannte Post-Zoster-Neuralgie kann sich über Monate oder Jahre hinziehen und die Lebensqualität erheblich einschränken.
Wie verbreitet das Problem ist, zeigen Zahlen der AOK PLUS.
2024 wurden mehr als 34.000 Versicherte wegen einer Gürtelrose behandelt, bei rund 9.300 davon wurden chronische Nervenschmerzen festgestellt.
"Viele unterschätzen die möglichen Folgen einer Gürtelrose. Gerade die anhaltenden Nervenschmerzen nach der Erkrankung können den Alltag dauerhaft beeinträchtigen", erklärt Arzneimittelexperte Robert Otto von der AOK PLUS.
"Die Impfung kann helfen, das Risiko für Gürtelrose und schwere Verläufe deutlich zu senken. Dennoch waren 2024 nur rund sechs Prozent unserer Versicherten ab 60 Jahren gegen Herpes Zoster geimpft."
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Herpes Zoster für alle Menschen ab 60 Jahren.
Auch Personen ab 18 Jahren mit bestimmten Grunderkrankungen oder geschwächtem Immunsystem sollten sich schützen lassen.
Pneumokokken: Ganzjährige Gefahr für Jung und Alt
Pneumokokken sind Bakterien, die schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen verursachen können.
Anders als viele vermuten, treten Infektionen nicht nur in der kalten Jahreszeit auf, sondern ganzjährig.
Die Zahl der gemeldeten Pneumokokken-Infektionen steigt aktuell deutlich an. Bundesweit wurden 2025 bereits 10.500 Fälle registriert, im Vergleich zu 8.600 Fällen im Jahr 2024.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Säuglinge und Kleinkinder. Gerade die Jüngsten sind auf einen vollständigen Impfschutz angewiesen.
Dennoch waren 2024 nur 72 Prozent der einjährigen Kinder, die bei der AOK PLUS versichert sind, vollständig geimpft.
Die Gesundheitskasse appelliert deshalb an Eltern, die empfohlenen Impf- und Vorsorgetermine beim Kinderarzt regelmäßig wahrzunehmen und den Impfstatus ihrer Kinder überprüfen zu lassen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Pneumokokken-Impfung zudem für Menschen ab 60 Jahren sowie für bestimmte Risikogruppen.
Impfen schützt nicht nur Euch selbst!
Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und gleichzeitig andere Menschen mitzuschützen.
Welche Impfungen empfohlen werden und wann Auffrischungen sinnvoll sind, könnt Ihr gemeinsam mit Eurer Hausarzt- oder Kinderarztpraxis besprechen.
Weitere Infos zu Schutzimpfungen und Vorsorgeangeboten gibt's bei der AOK PLUS.