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Deutschland – Ein neues Auto, ein Umzug in eine andere Stadt oder der Kauf eines Gebrauchtwagens: In all diesen Fällen führt kein Weg an der Zulassungsstelle vorbei.
Erst mit der amtlichen Zulassung darf ein Fahrzeug überhaupt am Straßenverkehr teilnehmen, und ohne gültiges Kennzeichen bleibt selbst das schönste Auto in der Einfahrt stehen.
Viele unterschätzen dabei, wie viele einzelne Schritte zusammenkommen: von der Versicherung über die technische Prüfung bis hin zur Wahl der passenden Buchstaben- und Zahlenkombination auf dem Schild.
Wer sich vorab einen Überblick verschafft, erspart sich am Ende mehrfache Wege und unnötige Wartezeit am Schalter.
Das müsst Ihr wissen.
Unterlagen und Vorbereitung für die Anmeldung
Bevor es überhaupt zur Zulassungsstelle geht, müssen einige Unterlagen vorliegen.
Dazu gehören die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer), die Zulassungsbescheinigung Teil I und II, ein gültiger Personalausweis sowie bei älteren Fahrzeugen der Nachweis der aktuellen Hauptuntersuchung.
Wer ein Fahrzeug im Auftrag einer anderen Person anmeldet, benötigt zusätzlich eine schriftliche Vollmacht samt Ausweiskopie des Halters.
Wer Zeit sparen möchte, kann inzwischen schon vorab online sein Kennzeichen reservieren und sich die passende Kombination sichern, bevor am Schalter plötzlich jemand anderes schneller war.
Genau darauf hat sich zulassung.de spezialisiert: Das Online-Portal bündelt die Reservierung von Wunschkennzeichen und die Vorbereitung der Fahrzeugzulassung für zahlreiche Zulassungsbezirke in Deutschland und verschickt die geprüften Schilder samt Reservierungs-PIN direkt nach Hause.
Damit lässt sich der spätere Termin bei der Behörde erheblich verkürzen, denn ein wesentlicher Schritt ist zu diesem Zeitpunkt bereits erledigt.
Zusätzlich empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld ein SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer bereitzuhalten, da die Zulassungsstelle dieses in der Regel direkt bei der Anmeldung verlangt.
Das Wunschkennzeichen: Individualität mit klaren Regeln
Bei der Wahl der eigenen Buchstaben- und Zahlenkombination sind der Kreativität gewisse Grenzen gesetzt. Insgesamt sind maximal acht Zeichen erlaubt, wobei Sonderzeichen, Emojis oder Leerzeichen tabu bleiben.
Verboten sind außerdem Kombinationen mit verfassungsfeindlichem Bezug, etwa Kürzel, die an nationalsozialistische Organisationen erinnern, ebenso wie eindeutig anstößige Buchstabenfolgen. Jedes Kennzeichen ist zudem an einen bestimmten Zulassungsbezirk gebunden, erkennbar am vorangestellten Kürzel wie D für Dortmund oder M für München.
Kurze, einprägsame Kombinationen mit den eigenen Initialen oder einem persönlichen Datum sind besonders gefragt und daher in vielen Bezirken schnell vergeben, weshalb sich eine frühzeitige Reservierung auszahlt.
Zieht ein Fahrzeughalter in einen anderen Bezirk um, muss in der Regel auch das Kennzeichen getauscht werden, selbst wenn die alte Kombination eigentlich gefiel.
Wer innerhalb Deutschlands den Wohnort wechselt, muss sich zudem fristgerecht ummelden – üblicherweise innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug an der neuen Adresse, unabhängig davon, ob am neuen Wohnort auch ein neues Kennzeichen fällig wird.
Kosten und Bearbeitungszeit bei der Zulassungsstelle
Die Gebühren für eine Kfz-Zulassung setzen sich aus mehreren Posten zusammen: Neben der eigentlichen Zulassungsgebühr, die je nach Kommune meist zwischen 26 und 40 Euro liegt, kommen die Kosten für die Kennzeichenschilder sowie gegebenenfalls eine Reservierungsgebühr für das Wunschkennzeichen hinzu.
Auch die Kosten für eine mögliche Umschreibung, etwa nach dem Kauf eines Gebrauchtwagens von privat, sollten von Anfang an eingeplant werden, damit am Schalter keine Überraschung wartet.
Wer sein altes Fahrzeug gleichzeitig abmeldet, zahlt für diesen Vorgang meist eine zusätzliche, aber vergleichsweise geringe Gebühr.
Wer online vorbereitet zur Zulassungsstelle kommt, reduziert die Wartezeit vor Ort oft auf wenige Minuten, während unvorbereitete Anträge schnell eine halbe Stunde oder mehr in Anspruch nehmen können.
Gerade in größeren Städten mit hoher Nachfrage lohnt sich außerdem ein Blick auf die Terminvergabe der jeweiligen Behörde, da viele Zulassungsstellen mittlerweile ausschließlich mit vorheriger Online-Terminbuchung arbeiten.
Ohne Termin bleibt Wartenden dann oft nur der nächste freie Tag übrig, was besonders bei einem dringend benötigten Fahrzeug ärgerlich sein kann.
Der digitale Weg: Wie die Online-Zulassung funktioniert
Für bestimmte Vorgänge, etwa die Wiederzulassung eines bereits zugelassenen Fahrzeugs, eine Adressänderung oder die Außerbetriebsetzung, existiert inzwischen mit der internetbasierten Fahrzeugzulassung (i-Kfz) ein weitgehend digitaler Weg, der ganz ohne persönlichen Behördengang auskommt.
Voraussetzung dafür ist unter anderem ein Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion sowie ein passendes Lesegerät oder eine kompatible Smartphone-App, über das sich die Identität gegenüber der Behörde bestätigen lässt.
Die Neuzulassung eines Fahrzeugs, etwa direkt nach einem Kauf, lässt sich über i-Kfz bislang nur eingeschränkt abwickeln, weshalb der persönliche Gang zur Behörde in vielen Fällen weiterhin notwendig bleibt.
Der Umfang der Online-Dienste dürfte sich in den kommenden Jahren aber schrittweise erweitern, sodass sich künftig mehr Vorgänge unabhängig von Öffnungszeiten erledigen lassen. Bis dahin bleibt die gründliche Vorbereitung mit vollständigen Unterlagen der zuverlässigste Weg, um am Ende zügig mit einem frischen Kennzeichen nach Hause zu fahren.