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Deutschland – In einer Zeit, in der viele Menschen das Gefühl haben, mehr nebeneinander als miteinander zu leben, stellt sich eine der grundlegendsten Fragen überhaupt: Gibt es in diesem Land noch ein echtes Wir-Gefühl?
Und wenn ja: Wo zeigt es sich noch, wer lebt es vor, und was hält unsere Gesellschaft eigentlich noch zusammen?
Damit beschäftigt sich die aktuelle Folge des Video-Podcasts "Unglaublich…" unter dem Titel "Das zerrissene Wir. Was hält uns noch zusammen?".
Fußball-WM war keine Hilfe
Früher waren es große gemeinsame Momente, die ein ganzes Land für kurze Zeit zusammenschweißten. Der WM-Sommer 2006 war so ein Augenblick. Deutschland, das Sommermärchen.
Doch seitdem ist viel passiert: politische Spaltung, wirtschaftliche Unsicherheit, soziale Vereinzelung und eine Stimmung, in der viele eher auf sich selbst als auf die Gemeinschaft vertrauen.
Hätte sich daran etwas geändert, wenn die Fußball-Nationalmannschaft vor wenigen Tagen nicht im Sechzehntel-Finale rausgeflogen wäre? Hätte ein Zustrom positiver Energie das ganze Land beflügelt?
Zwischen Ich und Wir
Während die einen also noch von früherem Zusammenhalt schwärmen, sehen andere längst eine Gesellschaft, in der jeder für sich kämpft. Dazu kommen Einsamkeit, demografischer Wandel und das Gefühl vieler Menschen, nicht mehr wirklich gebraucht zu werden.
Gerade in den Städten (wo 77 Prozent der Deutschen leben) wächst für viele der Eindruck, nur noch zu funktionieren: zahlen, leisten, stillhalten.
Politikberater Peter Stawowy und TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne diskutieren in der aktuellen Podcast-Folge, ob Deutschland noch eine gemeinsame Erzählung hat – oder bereits in lauter kleine Teil-Wirs zerfallen ist.
Wenn Gemeinschaft zerbricht
Denn das Wir war früher oft ganz praktisch erfahrbar: in der Familie, im Verein, in der Nachbarschaft, in Hausgemeinschaften oder in schweren Zeiten gemeinsamer Krisen.
Heute dagegen dominiert oft das Gefühl, dass der Staat, der Markt oder anonyme Dienstleister schon alles regeln werden. Das stärkt die Bequemlichkeit, aber schwächt nicht selten auch die Verantwortung füreinander.
Besonders deutlich wird das beim Thema Einsamkeit. Laut einer aktuellen Auswertung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung fühlen sich 21 Prozent der 21- bis 30-Jährigen stark einsam, 42 Prozent zumindest zeitweise.
Auch die Zahl der Menschen mit depressiven Symptomen ist in den letzten Jahren gestiegen. Das zeigt: Das Problem ist nicht nur politisch oder kulturell, sondern auch zutiefst menschlich.
Deutsche allein zu Haus
Hinzu kommt: Viele klassische Bindekräfte verlieren an Kraft. Religion, Arbeit, Familie, Ehrenamt und Vereinsleben stiften zwar noch immer Gemeinschaft, doch für viele längst nicht mehr so selbstverständlich wie früher.
Gleichzeitig wachsen digitale Ersatzwelten, in denen Nähe zwar versprochen, aber oft nicht wirklich gelebt wird. Alle sind bei Instagram oder zocken Games an ihrem Rechner, aber eben doch allein zu Haus.
Die Folge ist ein Land, in dem das Wir-Gefühl zwar überall beschworen wird, aber immer seltener konkret spürbar ist. Genau darüber spricht die neue Folge von "Unglaublich…": Wo ist Deutschland noch Gemeinschaft – und wo hat die Vereinzelung längst gesiegt?
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Hier ist die aktuelle Folge des Unglaublich-Podcasts
"Unglaublich… Der Podcast" ist eine Produktion der TAG24 NEWS Deutschland GmbH.
In diesem Beitrag wurden teilweise KI-generierte Bilder verwendet.