ANZEIGE
Diese Veröffentlichung wurde von Pharma Deutschland e. V. veranlasst und finanziert. Die dargestellten Einschätzungen spiegeln die Position von Pharma Deutschland zu den möglichen Auswirkungen des geplanten GKV-Spargesetzes wider.
Deutschland – Die Bundesregierung plant ein Spargesetz für die gesetzliche Krankenversicherung.
Damit soll eine absehbare Finanzlücke von fast 40 Milliarden Euro geschlossen und verhindert werden.
Was Pharma Deutschland zu dem Thema sagt, folgt jetzt.
So schätzt Pharma Deutschland die Lage ein
Aus Sicht von Pharma Deutschland, mit rund 400 Arzneimittelherstellern der größte deutsche Pharmaverband, drohen ernsthafte negative Auswirkungen.
Es besteht das Risiko, dass zusätzliche Sparmaßnahmen bei Arzneimitteln nicht nur Unternehmen belasten, sondern auch die Versorgung von Patientinnen und Patienten verschlechtern.
Für gesetzlich Versicherte kann das heißen: mehr Kosten, weniger Sicherheit bei der Behandlung.
Patientinnen und Patienten in Deutschland könnten beim Zugang zu neuen Medikamenten ins Hintertreffen geraten, weil Unternehmen Investitionen, Produktion und Markteinführungen in andere Länder verlagern.
Es steigt die Gefahr, dass Patientinnen und Patienten eher die günstigste statt der medizinisch besten verfügbaren Therapie erhalten, weil sich Entscheidungen der Ärztinnen und Ärzte stärker an Rabattverträgen und Sparvorgaben der Gesetzlichen Krankenkassen orientieren.
Patientinnen und Patienten könnten bestimmte Medikamente schwerer oder gar nicht bekommen, weil sich einzelne Präparate unter zusätzlichen Rabatten und Abschlägen für Hersteller wirtschaftlich immer weniger oder gar nicht rechnen.
Es kann passieren, dass Patientinnen und Patienten länger auf neue Therapien warten müssen, weil zusätzliche Sparauflagen Deutschland für frühe Markteinführungen unattraktiver machen.
Kinderarzneimittel, Nischenpräparate und andere versorgungskritische Medikamente könnten häufiger knapp werden, weil mehrere Sparmaßnahmen des geplanten Gesetzes gleichzeitig auf wirtschaftlich besonders empfindliche Produkte wirken.
Mit dem Gesetz will die Bundesregierung Beitragssprünge bei den Versicherten verhindern.
Das ist gut und richtig. Pharma Deutschland kritisiert jedoch, dass damit die Finanzlage der Kassen zu sehr in den Mittelpunkt rückt – ohne die Versorgung, die Therapievielfalt und den Zugang zu Innovationen für Patientinnen und Patienten zu berücksichtigen.