Die sechs Arten der Macht: Wer wirklich die Fäden zieht

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Deutschland – Warum verändern sich Menschen schlagartig, sobald sie etwas zu sagen haben? Liegt es am Posten, am Geld oder schlicht am Ego? Wenn es im Beruf oder in der Politik um Spitzenpositionen geht, kochen die Emotionen schnell hoch.

Ist Macht also ein natürlicher Charakter-Verderber – oder offenbart sie am Ende nur, wer jemand wirklich ist?

Darüber sprechen wir diese Woche im Podcast "Unglaublich…" unter dem Titel: "Verdirbt Macht den Charakter?".

Hier geht's zur kompletten Video-Folge!

Das Experiment: Was Macht mit dem Gehirn macht

Wer Macht besitzt, entscheidet selbstbewusster – läuft aber Gefahr, die Perspektive anderer aus dem Blick zu verlieren.  © TAG24

Die Forschung zeigt ein erstaunliches Bild: Macht wirkt im Gehirn neurologisch ähnlich wie ein Belohnungsrausch. Studien der University of California belegen, dass Menschen in Führungspositionen zwar schneller entscheiden und entschlossener handeln, zeitgleich sinkt bei vielen aber die Empathie.

Wer nicht mehr auf die Zustimmung anderer angewiesen ist, nimmt deren Perspektive schlicht seltener ein. Es schaltet sich sozusagen eine innere Bremse ab.

Das ist in akuten Krisen extrem nützlich, weil es Handlungsfähigkeit schafft. Es wird aber genau dann gefährlich, wenn der Blick für das Gegenüber komplett verloren geht.

Gute Macht, böse Macht: Der feine Unterschied

Macht ist nicht automatisch gut oder schlecht. Entscheidend ist, wie Menschen mit ihrer Verantwortung umgehen.  © TAG24

Doch Macht ist keineswegs automatisch etwas Schlechtes. Sie ist ein Werkzeug. Gute Macht schafft Verlässlichkeit, schützt Schwächere und ermöglicht gemeinsame Ziele.

Böse Macht hingegen erzeugt Abhängigkeiten, erstickt Kritik im Keim und verlangt blinde Gefolgschaft.

Die Psychologie unterscheidet hier klar: Macht verdirbt den Charakter nicht zwangsläufig, sie wirkt wie ein Verstärker. Sie setzt das frei, was tief im Inneren des Menschen ohnehin schon da war.

Von Machiavelli bis zur Dunklen Triade

TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne diskutiert im Podcast, wo gesunde Autorität endet und Machtmissbrauch beginnt.  © Lukas Voigt

Schon vor über 500 Jahren beschrieb der italienische Denker Niccolò Machiavelli nüchtern, wie Politik in der Praxis funktioniert. In der modernen Psychologie spricht man heute von der "Dunklen Triade" – der Mischung aus Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie.

Sogar bei Kindern lässt sich in Spielsituationen beobachten, wer früh die begehrtesten Rollen besetzt und wie auf Widerstand reagiert wird.

TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne und Politikberater Peter Stawowy ordnen im Video-Podcast die Mechanismen ein und hinterfragen, wo die Grenzen zwischen gesunder Autorität, Vorbildfunktion und echtem Machtmissbrauch verlaufen.

Gute Macht hält Widerspruch aus

Gute Führung zeigt sich auch darin, zuzuhören und Widerspruch auszuhalten.  © TAG24

Am Ende bleibt die zentrale Frage: Wie schützt sich eine Gesellschaft vor den Schattenseiten der Macht? Und warum ist echte Führungsqualität am Ende immer eine Frage von Verantwortung und Selbstkontrolle?

Die Antworten darauf – von den psychologischen Wurzeln aus der Kindheit bis hin zu den sechs verschiedenen Arten der Machtausübung – hörst Du in der neuen Folge von "Unglaublich…".

Ab sofort überall verfügbar:

Hier ist die aktuelle Folge des Unglaublich-Podcasts

"Unglaublich… Der Podcast" ist eine Produktion der TAG24 NEWS Deutschland GmbH.

In diesem Beitrag wurden KI-generiertes Symbolbilder verwendet. Inhalt redaktionell geprüft.