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Dresden – Dresden ist schon seit vielen Jahren als Technologiestandort bekannt und geht jetzt den nächsten Schritt im Bereich Künstlicher Intelligenz.
Gebündelt wird das Innovationspotenzial auf der Brains on Silicon ab Montag (14.9.) im Kongresszentrum.
Neben den bekannten Technikinstitutionen aus der Region wie Infineon, Silicon Saxony oder der TU Dresden sind auch internationale Player wie Microsoft, SAP oder die KI-Giganten Anthropic und OpenAI zu Gast.
Richtig cool: Eine Speakerin gibt vorab einen exklusiven Einblick in den Wert der Veranstaltung für die Region.
Hier gibt's die letzten Tickets.
Warum die KI-Konferenz in Dresden genau richtig angesiedelt ist, erfahrt Ihr in der Anzeige.
Brains on Silicon ab Montag (14.9.) in Dresden
Was bis 2024 noch als sächsischer KI-Kongress von der Sächsischen Staatskanzlei veranstaltet wurde, hat sich inzwischen zu einer der modernsten und größten Technologie-Veranstaltungen in Ostdeutschland entwickelt.
Brains on Silicon ist aber mehr als eine klassische Konferenz.
Es ist eine Plattform, bei der Technologie auf unternehmerische Umsetzung trifft.
Das Programm umfasst über zwei Tage hinweg – von Montag (14.9.) bis Dienstag (15.9.) – über 100 Keynotes und Masterclasses.
Hier werden alle Aspekte, von den technologischen Möglichkeiten über die infrastrukturellen Bedingungen bis hin zur KI-Implementation für ganz bestimmte Aufgaben im unternehmerischen Alltag behandelt.
Unter den Speakern sind sowohl die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley als auch die Innovationstreiber vor Ort aus Dresden.
Als besondere Programmpunkte finden außerdem ein Start-up-Panel und eine KI-Expo statt, die konkrete Einblicke in marktreife Anwendungen geben.
So wichtig ist das Silicon Saxony für die KI-Entwicklung
Große Unternehmensansiedlungen senden seit Jahren ein klares Signal: Die Region zählt zu den innovationsstärksten Standorten in Deutschland und Europa. Dresden hat zudem die höchste Instituts- und Forschungsdichte in ganz Deutschland.
Dazu kommen die "Big 5" der Halbleiterbranche: GlobalFoundries, Infineon, Bosch, X-Fab und seit Neuestem ESMC, mitten in der Stadt angesiedelt. Gemeinsam bilden sie ein Halbleiter-Ökosystem, wie es in dieser Dichte kaum ein zweites Mal existiert.
Daraus entsteht ein einzigartiges Netzwerk aus kreativen Köpfen, Forschungsgenies und Unternehmern, deren Konzepte auch auf technischer Ebene unmittelbar umgesetzt werden.
Genau diese Wertschöpfungskette, in der ein Schritt auf dem nächsten aufbaut und in der sich das Netzwerk gegenseitig unterstützen kann, bildet Brains on Silicon vor Ort ab.
"Angewandte KI auf Topniveau passiert nicht nur in Berlin, München oder im Silicon Valley. Auch hier in Sachsen haben wir einen industriell forschungsstarken, bodenständigen Nährboden für Innovation. Das Besondere ist, dass wir die gesamte Kette in einer Region abbilden: From Lab to Fab", freut sich Stefan Queißer, Co-Founder des KI-Netzwerks Dresden und einer der Veranstalter der Brains on Silicon.
Expertin im Interview: Elisabeth L'Orange über Dresden und KI
Elisabeth L'Orange ist eine der führenden Experten für KI-Geschäftsmodelle in Deutschland. Sie ist ehemalige Partnerin bei Deloitte und Founderin von Oxolo, einem Pionier in der KI-Videoproduktion.
Mit diesem Erfahrungsschatz, als Gesellschaftsberaterin der Otto-Group und Forschende verbindet sie agile Startup-Innovation mit strategischer Enterprise-Transformation.
Im Interview spricht sie darüber, was das "Silicon Saxony" aus ihrer Sicht besonders als KI-Standort macht, aber auch, was genau jetzt wichtig für die Unternehmen vor Ort ist.
Hier geht's zum Interview:
Du bist auf den großen Messen und Bühnen in ganz Deutschland unterwegs, stehst in der kommenden Woche aber auf der Brains-on-Silicon-Bühne. Welchen Stellenwert hat der Standort Dresden, wenn es um das Thema KI-Transformation geht?
Elisabeth: Dresden ist für mich neben München der wichtigste Standort für die Hardwareseite der KI, nämlich Halbleiter und die Forschung an der TU Dresden. Ich denke, dass – auch im Hinblick auf die Datencenter, die im Osten Deutschlands entstehen – die Gegend großes Potenzial für KI hat.
Deine Keynote findet am zweiten Tag statt. Kannst Du uns schon einen ersten Teaser geben?
Elisabeth: Letztlich ist der Ausblick der spannendste Aspekt an KI. Niemand hat eine Glaskugel und kann seriös Vorhersagen machen, allerdings kann man Szenarien aufmalen in welche Richtungen es gehen kann – und das werde ich machen.
Welche Erwartungen hast Du selbst an die Brains on Silicon?
Elisabeth: Ich freue mich von interessanten Speakern und Industrie-Veteranen etwas dazuzulernen und ein bisschen neue Impulse zu bekommen, jenseits der bereits bekannten Konferenzen.
Silicon Saxony ist Europas größtes Mikroelektronik-Cluster. Was können andere Tech-Cluster von der Region Sachsen und Dresden lernen?
Elisabeth: Dass es trotz schwieriger Voraussetzungen möglich ist, solche Cluster zu bauen. Es ist am Ende vor allem eine Frage der Investitionen. Auch das Silicon Valley ist nicht organisch so gewachsen. Die U.S. Regierung hat insbesondere im Defense Bereich stark investiert bevor sich die Unternehmen angesiedelt haben.
Die TU Dresden und lokale Forschungsinstitute bringen exzellente Köpfe hervor. Was muss aus Deiner Sicht passieren, damit diese Talente und KI-Start-ups in der Region bleiben?
Elisabeth: Es muss für junge Menschen ein attraktiver Ort zum Leben sein, das heißt günstige Mieten, kulturelle Angebote, interessante Jobs. In Berlin waren das die Zutaten für den Erfolg.
Warum lohnt es sich für Unternehmen, jetzt ins KI-Thema einzusteigen und nicht abzuwarten, bis sich die besten Tools auf dem Markt durchsetzen?
Elisabeth: Jede Transformation dauert lange. Ich gehe davon aus, dass die KI-Transformation eine Generation brauchen wird, daher ist bereits gestern anzufangen sehr ratsam. Die Neumodellierung von Prozessen und Integration neuer Tech-Stacks sind langwierige Prozesse, aber insbesondere der kulturelle Wandel zu einer AI-First-Organisation ist sehr aufwendig.
Gibt es eine typische Denkfalle, in die Unternehmen tappen, wenn sie ihre ersten KI-Projekte starten?
Elisabeth: Das größte Problem ist Projekte oder POCs [Proof of Concept] zu skalieren. Das scheitert typischerweise an den Datengrundlagen, bestehenden Legacy-Systemen und auch an der mangelnden Notwendigkeit. Es ist wesentlich sinnvoller, einzelne Use-Cases diszipliniert auf das ganze Unternehmen auszurollen, als lauter kleine Use Cases scheitern zu lassen.
Welcher Mythos rund um das Thema KI nervt Dich in aktuellen Debatten am meisten?
Elisabeth: Die Hypothese der Arbeitsmarktapokalypse teile ich in keinster Weise. Ich finde die Angstmacherei von Big Tech verantwortungslos und die Aufmerksamkeitshascherei dient einzig und allein eigener Interessen, wie die nächste Finanzierungsrunde, dem IPO [Initial Public Offering] oder wenn ein neues Produkt gelauncht wird und Presse braucht.
Hier findet das Event statt
Wann?
am 14. und 15. September
ab 8:30 Uhr
Wo?
ICD | Internationales Congress Center Dresden
Ostra-Ufer 2
01067 Dresden
Tickets unter www.brainsonsilicon.com